Sonntag, 16. November 2014
Donnerstag, 13. November 2014
Frei nach dem Motto: Irgendwas is immer!
Wenn ein schöner Tag zu Ende geht,
nähert er sich seinem Höhepunkt, dem Sonnenuntergang.
Harry und ich genießen diese Zeit immer sehr und am allerliebsten im Beach Cafe´ von
Anna Maria Island.
Wir sind rechtzeitig da, rücken uns Stühle zurecht. Die Füße im Sand, der Blick nach Westen.
Harry holt ein Glas Rotwein!
Ach, is das nu nich schön?!
Herrlich, das Spektakel kann beginnen!
Die Sonne sinkt tiefer, zaubert Rosa und Rot und Lila in die Wolken.
Der Himmel beginnt zu glühen.
Welch eine Romantik! Ich schaue Harry in die Augen – Harry schaut mir in die Augen… dann wieder schauen wir gemeinsam dem Untergehen zu.
Nur noch eine Handbreit trennt sie vom Meer, wenige Augenblicke ... Wir halten uns andächtig an den Händen und …
in diesem Moment brechen sie hervor!
Sonnenuntergangsbeobachtungsgenussvernichter!
Jawohl! Die gibt es auch hier!
Folgendes musst du wissen:
Sie halten sich versteckt hinter deinem Rücken, plaudern unschuldig, haben aber ein Auge immer auf das Geschehen am Horizont gerichtet!
Sie lauern, sie warten auf den richtigen Moment.
Ist dieser dann gekommen, nämlich die entscheidende Phase des „im - Meer – Versinkens“, wenn die Sonne das Meer berührt , springen sie rechts und links hervor. Sie stellen sich direkt vor dich und deinen schönen Ausblick hin, um eben diesen schönen Ausblick zu genießen und diese Pracht in einem Foto festzuhalten!
Ungläubig schauen wir auf die dunklen Rücken, können gar nicht glauben, was wir hier erleben!
Was lernen wir daraus?!Immer in die allererste Reihe setzen!
Dann haben die keine Chance!!!!!
Samstag, 8. November 2014
Marco Island
Während unserer letzten Reisen hat immer die Zeit nicht gereicht, um einen Ausflug zu machen nach
Marco Island. Und das wollen wir heute nachholen!
Gleich bei der Zufahrt zur Insel gibt es ein Welcome - Center und dort bekommen wir reichlich Material, das über die Insel und ihre Geschichte informiert. So setzen wir uns erst einmal in die Old Marco Lodge mit Blick auf das im Sonnenlicht glitzernde Meer, trinken einen guten Kaffee, blättern die vielen, wunderschön aufgemachten Prospekte durch und machen uns ein wenig schlauer:
Marco Island ist die größte der
Ten Thousend Islands vor der südwestlichen Küste Floridas und etwa 20 km von Naples entfernt, ganz im Südwesten, bevor die Everglades anfangen.
Auch diese Insel ist durch beeindruckende Brücken mit dem Festland verbunden .
Bevor wir vorhin die Brücke erreichten und nach Marco Island rüberfahren konnten, ging es einige Kilometer durch den Collier State Park ! Hier wurde schon seit den 1930er Jahren die ursprüngliche Landschaft geschützt und erhalten. Dieses sumpfige, von Mangroven bedeckte Land war besiedelt von den Calusa - Indianern. Sie lebten vom Fischfang, hatten aber auch Kürbisse, verschiedene Obstsorten und Grassamen auf ihrem Speisezettel.
Werkzeuge der Calusa - Indianer

Ausgrabungen und Fundgegenstände datieren bis zu 3500 Jahre zurück. So wie diese stilisierte Katze, die wohl als Grabbeigabe gedient hatte. Man schätzt heute, dass es zu Beginn der Eroberung Floridas durch die Europäer im 16. Jahrhundert einige Zehntausend Menschen waren, die zu diesem Stamm gehörten. Sie wurden aus ihren Heimatgebieten vertrieben, mal von den Spaniern, dann wieder von den Engländern. Die Engländer statteten verfeindete Stämme mit Schusswaffen aus und Pocken und andere eingeschleppte Krankheiten führten zu sehr hohen Sterberaten bei den Calusa - Indianern. 1711 wurden die letzten Überlebenden nach Kuba umgesiedelt. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts gilt der Stamm als ausgestorben.

Dieses Foto stammt aus dem Jahr 1960. Es zeigt Marco Island und tatsächlich gab es damals dort nur ein Haus, und das nahm Gäste aus dem Norden Amerikas auf, die absolute Ruhe und Natur erleben wollten.
Im Jahr 1870 kamen die ersten Siedler aus Tennessee in den Süden von Florida. Für diese Siedler lag so eine Insel wie Marco - Island natürlich "am Ende der Welt". Deshalb blieb sie lange von den Siedlern "unentdeckt" oder war einfach zu uninteressant, weil so sehr schwer zu erreichen! Und deshalb konnte sie noch relativ lange ihren Dornröschenschlaf schlafen.
Zunächst wurden dann die riesigen Muschelbänke komerziell zu Baumaterial verarbeitet und große Landflächen urbar gemacht für den Ananas - Anbau.
Erst ab 1964 begann man mit einer massiven Landentwicklung und Schaffung von Bauland, für das dann in ganz Amerika, aber auch in Europa geworben wurde.
Heute ist die Insel dicht besiedelt und gehört zu den begehrtesten Fleckchen in Florida. Die meisten der Häuser liegen an einem der Kanäle und haben einen Liegeplatz für das Boot.
Die Old Marco Lodge ist eines der ältesten Gebäude auf der Insel
Hier irgendwo muss das Paradies sein, oder?
Hier braucht man eigentlich kein Auto!
Alle Einkäufe und Besorgungen kann man auch mit dem Boot erledigen!
Und dann gibt´s auch noch den wunderschönen Strand! Wir beschließen, uns von der anstrengenden Entdeckungstour hier am Strand von Marco Island zu erholen!
Donnerstag, 6. November 2014
Endlich melden wir uns mal wieder!!
Inzwischen sind wir von von Miami aus an die Westküste in unser geliebtes Naples gefahren und haben einige "faule Tage" mit Strandleben, langen Wanderungen und den prächtigsten Sonnenuntergängen verbracht. Leider geht auch hier jetzt die Sonne schon früh, schon um kurz vor 18 Uhr unter! Sie sind zwar immer sehr schön anzusehen die Sonnenuntergänge, aber nicht schön ist, dass die Tage so kurz sind! Aber schön ist wiederum, dass sich dann immer viele Menschen am Strand versammeln, an ihrem Gläschen Wein nippen, und wenn sich dann die Sonne ganz und gar verabschiedet hat und auch der letzte Rest der roten Glut im Meer versunken ist, respektvoll und begeistert applaudieren!
Das ist immer ein lustiger Moment, weil sich dann alle freuen und sich irgendwie als große Gemeinschaft der Sonnenanbeter fühlen.
Es wird sehr schnell dunkel. Aber in Naples gehen dann die Lichter an. Das ist ein Fest für die Augen. Es glitzert bis hoch hinauf in die Palmen. Die Bäume auf dem Foto stehen vor dem Theater von Naples. (Am Tage kann man beobachten, dass jetzt schon überall die üppige Weihnachtsdeko installiert wird.)
Man flaniert ein wenig über die festlich beleuchteten Straßen und sucht sich ein Lokal für das Abendessen aus.
Und dann gibt es ein köstliches Dinner und meistens schaffen wir es nicht, bei KILWIN´S vorbei zu kommen!
Bei KILWIN´S gibt es das, was man normalerweise schnöde "Speiseeis" nennt! Aber dies hier, das ist es eine wahre Götterspeise, eine Kreation aus Sahne und - ach, was weiß ich. Ich darf gar nicht erst richtig hinsehen, dann sitzen diese köstlichen Kalorien schon als Fettpolster auf meinen Hüften!
Jeden Abend bilden sich lange Schlangen vor KILWIN´S! Vielleicht ist es ein bisschen so, wie mit dem Schlangestehen im Alten Kurhaus in Dangast! Für etwas so Köstliches stehen auch die verwöhntesten Menschen gern mal in der Schlange und warten.
| Dafür hat sich das Warten gelohnt! |
Wie soll man an diesen Köstlichkeiten unbeschadet vorbei kommen?
Aber - jeder weiß - das Leben ist nicht nur Eisschlecken!!
Irgendwas ist ja immer!!
Und hier sind es diese kleinen Quälgeister, die sich am Strand im Sand verstecken und sich vorzugsweise festkrallen in der Fußsohle, im Standtuch oder - wenn man sie vorsichtig entfernen will - auch gern mal in den Fingerspitzen. Sie schlagen ihre winzigen Widerhaken in ihr Opfer und grinsen sich eins bei ihrem Kampf
David gegen Goliath!!!
Sonntag, 2. November 2014
Gut gelandet in Miami Beach
Es ist alles prima gelaufen - dieses Mal!Das Taxi (mit dem originellen Namen Luftibus) steht am Donnerstag pünktlich um 4.30 Uhr vor unserer Haustür in Oldenburg. Da die Straßen um diese Uhrzeit noch ganz leer sind und uns allein gehören, bringt uns der nette junge Fahrer in einer halben Stunde zum Flughafen in Bremen.
Welch herrlicher Luxus, sich bei Dunkelheit und Kälte in einen geheizten Wagen setzen zu können und mal eben gefahren zu werden!
Unsere Wartezeit in Frankfurt vergeht schnell. Wir können zusehen, wie der riesige
Airbus A 380 gewartet, gereinigt und beladen wird!
Wenn man da so steht und guckt, überkommen uns wirklich Zweifel!!!!!!!!!!!!
Mit so einem riesigen Ungetüm sollen wir uns in die Luft erheben und bis nach Amerika fliegen? Das müsste eigentlich unmöglich sein, das widerspricht jeder Logik!
Man beachte die kleinen Menschen neben den großen Turbinen!
Immer wieder mal sehen wir uns die Anzeigetafen an - und wirklich, es gibt keine Flugausfälle, keine Streiks sind in Sicht!
Hoffentlich weiß unserPilot das auch!
Noch vor ein paar Tagen lief hier am Frankfurter Flughafen nämlich gar nichts! Und nachdem wir schon im April vom Streik der Piloten betroffen waren, haben wir natürlich Bedenken, dass uns das schon wieder passieren könnte!
Aber dann geht es tatsächlich los! Ganz ruhig und erhaben löst sich dieser mächtige Vogel vom Boden, kaum dass man die Erschütterungen der Reifen auf der Piste bemerkt. Nichts klappert, alles ist verlässlich und sicher! (Das hofft ja jeder Fluggast!!!!!!!!!!!!!!)
| Gegenüber diesen riesigen Turbinen sehen die Menschen winzig aus |
Der Flug ist dann sehr ruhig, keine bebenden Flügel, keine Luftlöcher, kein Gewitter, keine Wetterfront, durch die wir durch müssen!
Nur einige ewig plärrende Kinder, die nicht nur ihren verzweifelten Eltern, sondern auch uns mächtig auf die Nerven gehen.
Aber - mit fest auf die Ohren gepressten Kopfhörern, einigen guten Filmen und dem einen oder anderen Nickerchen überstehen wir auch das!
Aber - wir müssen zugeben: junge Eltern haben es wirklich nicht leicht!
Miami Beach
empfängt uns mit satten 30 Grad und Sonnenschein.
Schnell ist ein Auto gemietet und ein Harry stolz und glücklich!
Schon eine Stunde nach der Landung sind wir in unserer kleinen Pension, dem European Guesthouse in der Michigan Avenue in Miami Beach!

Ein gemütliches Guesthouse in Miami Beach
In dem lauschigen Innenhof kann man gut frühstücken! Das Haus wird von Karl Heinz, einem ausgewanderten Deutschen geführt und deshalb gibt es sogar ein tolles Frühstück |
Halloween in Miami Beach
Es ist wirklich ein Zufall, dass wir schon wieder dieses verrückte Halloween in den USA erleben!
Daran hatten wir bei der Buchung unserer Flüge wirklich nicht gedacht! Im letzten Jahr durften wir schon in New Orleans dabei sein, als all die Ungeheuer, Engelchen und Teufel die Menschen erschreckten. Und nun gehen wir voller Begeisterung den Ocean Drive in Miami Beach entlang und kommen aus dem Staunen nicht raus!
Dieser Gast hat wohl ein wenig zu lange auf sein Essen warten müssen!!
Perfekt und kunstvoll geschminkt, oder?
Ich finde,
sie war die Schönste an diesem Abend!
Aber auch er hatte viele Bewunderer und wurde um so manches Date gebeten!!
Hier noch einige schöne Beispiele:
Art Deco in Miami Beach
Miami Beach hat den größten noch erhaltenen Art Deco Distrikt der Welt.
Weil wir uns diese Häuser mit ihrem fröhlichen Charme ansehen wollen, nehmen wir an einem langen Rundgang durch die Straßen teil, bis uns buchstäblich die Füße qualmen. Aber was wir erfahren, ist sehr informativ:Der Art Deco Stil wurde erstmals auf der
Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes in Paris im Jahr 1925 gezeigt.
Dieser Stil galt als ein Aufbruch in eine neue Zeit und alle großen Architekten in den USA nahmen diese Ideen auf. Berühmte Vertreter des Art Deco Baustils sind z.B. das Chrysler Building oder auch das Empire State Building in New York.
Auch Miami Beach konnte sich diesem Stil nicht entziehen, und so wurden auch hier alle neuen Hotels und Gasthäuser im Art Deco Stil erbaut.
Art Deco galt als modern und aktuell. Genau das, was die amerikanischen Touristen als Urlaubsziel suchten. Niemand wollte mehr in alten Schlössern oder Burgen Urlaub machen!Art Deco verkörpert den Technikglauben und das Maschinenzeitalter. Später wurde der Stil zur architektonischen Mode, die besonders am Ocean Drive (direkt am
Strand von Miami Beach) zu sehen ist.
Wichtig im Art Deco Stil ist die Symmetrie. Die Gebäude sind meistens völlig symmetrisch, kubisch aufgebaut. Uns gefallen diese Hotels sehr gut! Vor allem die Bonbon - Farben wirken in diesem Klima und bei strahlender Sonne so erfrischend wie ein leckeres Fruchteis.
Glassbausteine, "Augenbrauen", gerade Flachdächer und Neonlichter sind typische Art Deco Stilelemente. Häufig werden auch tropische Elemente wie z.B. Flamingos in die Bauten integriert.Nach der langen Wanderung durch die Straßen vom Miami Beach gibt es zum Sonnenuntergang endlich den wohlverdienten Sundowner!
In derEisdiele
Übrigens war Miami Beach bis in die 1970er/80er Jahre ganz heruntergekommen und hatte eine sehr hohe Kriminalitätsrate!
So muss ein Cocktail aussehen!
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