Noch einmal: Fort Laramie
In dem Post vom 16. Mai habe ich ja schon einmal von Fort Laramie berichtet!
Aber ich muss unbedingt noch etwas nachtragen!
Schließlich gilt das historische Fort Laramie als das wichtigste Fort nicht nur in Wyoming, sondern im gesamten Westen.
Es war wie eine Lebensader für Auswanderer, beherbergte Truppen und bot Weißen und Ureinwohnern einen strategischen Treffpunkt, um Handel zu treiben und Verträge auszuhandeln!
Das Fort bot Auswanderern die Möglichkeit, Vorräte zu kaufen, Wagen zu reparieren, frische Ochsen oder Pferde zu bekommen und sich mit anderen Auswanderern auszutauschen.
Bis zum fast 610 km entfernten Fort Bridger gab es keine weitere Möglichkeit, sich mit Proviant einzudecken! Was für eine schreckliche Vorstellung, wenn man die unendlichen Weiten Wyomings gesehen hat!
Übrigens ist Fort Laramie nach dem Fluss benannt, der südlich und östlich daran vorbei fließt. Und dieser Fluss wiederum wurde nach einem französischen Trapper getauft, der Jacques La Ramee hieß und mit Fellen gehandelt hat!
Die Sioux und die Cheyenne kamen zum Fort, um dort Bisonfelle gegen andere Waren wie Tabak, Perlen, Pulver, Blei und Tabak einzutauschen.
Überliefert ist auch die Geschichte von Mabel Wilkins und ihrem Wäscherei - Imperium:
Sie kommt aus Irland, ist sechzehn Jahre alt! Die Hungersnot treibt sie rüber nach Amerika! In New York trifft sie Jeremiah, der vom Gold träumt. Die Beiden machen sich auf den Weg in den Westen, das goldene Kalifornien ist ihr Ziel!
Sie heiraten, aber Jeremiah kann absolut kein Gold finden, aber Hemd und Hose stinken nach Schweiß und Dreck! Da kommt Mable auf die Idee, nicht nur seine, sondern auch die schmutzigen Klamotten der Auswanderer zu waschen! Sie kauft auf Pump mehrere Waschzuber, Seife und Reibeisen, um den Dreck rausschrubben zu können!
Ihr Wahl - und Werbespruch ist:
We clean everything but your conscience!
(Wir waschen alles, außer dein Gewissen!)
Zunächst wäscht und schrubbt sie allein. Aber bald sind die Finger wund, und sie stellt einige Frauen ein. Schließlich hat sie einige Angestellte und verdient mehr als Jeremiah mit seiner verflixten Goldsucherei!
Jeremiah wird losgeschickt. Im ganzen Fort muss er die schmutzigen Sachen einsammeln. Und er muss genau festhalten, wem welche (Unter)Hose und wem welches Hemd gehört und muss die sauberen Sachen dann den glücklichen Besitzern auch wieder zurückbringen!
Ein anderer, gern gesehener Gast im Fort ist Jim Bridger. Er gilt als der fähigste Mountain Man, ist Scout, Trapper, Entdecker und kennt sich in den Rocky Mountains aus wie sonst keiner! Er kann den Trecks helfen, kann Wege beschreiben, kennt Abkürzungen und kann mit den Indianern verhandeln.
Er kann nicht lesen und nicht schreiben, beherrscht aber einige Indianersprachen, Französisch und ein bisschen Deutsch.
Geliebt wird er für seine Geschichten! Er kann von Abenteuern erzählen und vertreibt den Auswanderern die langen, dunklen Abende.
So gibt es wahrscheinlich noch tausend Geschichten über diese Zeit, über Fort Laramie und die Menschen, die hierher kamen, ihren Träumen folgten und eigentlich fast immer doch nur auf der Suche nach einem besseren Leben waren!















