Donnerstag, 21. Mai 2026

Teil 6, Der Devils Tower

 


Devils Tower




  •  In dieser Gegend lebten Shoshone, Cheyenne, Crow und viele andere Indianerstämme.
  • Sie jagten und trieben Handel miteinander. 
  • Die Indianer erzählten sich folgende Geschichte über die Entstehung des Felsens:
  •  Sieben junge Mädchen und ihr Bruder spielten einst weit entfernt von ihrem Lager, als plötzlich ein gigantischer Grizzlybär auftauchte und sie angriff.
  •  Die Kinder flüchteten auf einen niedrigen Felsen und flehten den „Großen Geist“ um Hilfe an. Der Große Geist erhörte ihr Gebet und ließ den Boden unter ihnen steil in die Höhe wachsen.
  •  Der wütende Bär versuchte, den Turm zu erklimmen, rutschte jedoch immer wieder ab. Dabei hinterließ er mit seinen gewaltigen Klauen tiefe Rillen in dem Felsen, die noch heute die markanten Säulen des Turms bilden.


Für Indianer ist dieser riesige Felsen und seine Umgebung immer noch heilig. 
Um den ´Großen Geist` um etwas zu bitten oder um Sorgen zu vertreiben, werden Tücher und Bänder in die Bäume gehängt. Der Wind trägt die Wünsche und Sorgen dann fort!


Heute ist die Entstehung dieses weltweit einmaligen Felsens immer noch nicht ganz geklärt! Wahrscheinlich handelt es sich um den erkalteten Schlot eines Vulkans!

Im Laufe der Jahrtausende und Millionen von Jahren sind immer wieder riesige Felsstücke durch Regen und Frost abgesprengt worden und ins Tal gepoltert.




Wir wandern einen wunderschönen Rundweg um den Felsen herum. Zeitweise sind wir ganz allein und können dem Wind und den Vögeln und den Grillen lauschen!


Aber dann entdecken wir ´bunte Flecken` in der Felswand und - tatsächlich - das sind Kletterer! Mit bloßem Auge können wir sie gerade noch erkennen! Aber unser Fotoapparat will  sie auf keinen Fall entdecken!
Deshalb habe ich uns ein Bild aus dem Internet gegönnt! 
Wie kann man so etwas freiwillig tun?
Für uns Flachländer ist es unbegreiflich, oder?






Am 4. Juli 1893 erstieg der Ranger William Rogers den gesamten Felsen, nachdem er so nach und nach Leitern gebaut und sie im Felsen befestigt hatte. Reste dieser Leitern sind heute noch erhalten!
Heute ist Devils Tower ein ´rock climbing mecca` geworden.






Teil 5, Eindrücke von unterwegs

 

Eindrücke von unterwegs









































In dem kleinen Ort Aladdin auf dem Weg nach Hulett! Der Ort bringt es gerade mal  auf       15 Einwohner, liegt aber immerhin 3740 feet (1140,19 m) hoch. Allerdings gibt es hier        - anders als zum Beispiel in Varel - ein Postamt (im Gemischtwarenladen!), der früher als Kantine für die Bergleute der Aladdin - Coalmine diente. Hier wurde bis 1942 Kohle abgebaut! Zu diesem Örtchen gibt es noch eine kleine Geschichte zu erzählen:
Es drohte in Vergessenheit zu geraten, auch die letzten Einwohner mussten/wollten den Ort verlassen. Da kam jemand auf die Idee, den Ort zu verkaufen bzw. zu versteigern.
Schlussendlich erhielt ein ansässige Farmer den Zuschlag für 500 000 Dollar!
Der Deal enthielt: den historischen, über 125 Jahre alte General Store, eine funktionierende Tankstelle, eine gültige Alkohol-Lizenz, etwa 7 Hektar Land und ein Wohnhaus mit zwei Schlafzimmern und einen Wohnmobilpark!
So in die Schlagzeilen geraten finden hier wieder große Harley-Treffen statt und auch bei Tripadviser wird Aladdin für einen Stopp empfohlen!
👀👀
In der Umgebung von Hulett wurden Dinosaurierknochen gefunden! Und dieses große Exemplar wird in dem kleinen Museum von Hulett ausgestellt!








































Diese hübsche, kleine Kutsche ist eine Leihgabe an das Museum!













Die Umrandung besteht tatsächlich aus unzähligen Geweihen! Sie sind von der Sonne total ausgeblichen


















Wer mag in so einem Gefängnis gesessen haben? In den kleinen Orten gab es ja nicht immer einen Sheriff! Wer mag hier wen ins Gefängnis gesteckt haben?

So verschmutzte Autos haben wir oft gesehen! Die Straßen sind oft noch unbefestigt und dann sehen Autos eben schnell mal so aus!



















Auch in dem kleinen Ort Hulett gibt es natürlich eine Kirche!

Diese gehört zu den Babtisten, eine protestantische Freikirche, die die Bibel als einzige Grundlage für den Glauben anerkennt!

Wir übernachten in diesem kleinen Ort Hulett und sinken mal wieder total müde ins Bettchen!

Aber wir wollen früh raus, um rechtzeitig unser nächstes Ziel, den Devils Tower, zu erreichen. Von Weitem haben wir ihn nämlich schon gesehen!!!!







Dienstag, 19. Mai 2026

Teil 4, Von Keystone nach Deadwood

 Teil 4

Von Keystone nach Deadwood


ist es nur ein kurzer Weg. Durch die Black Hills geht´s Richtung Norden.                                                                   

Hier in diesen Bergen wurde Kohle abgebaut. Kleine Dampfloks transportierten                    die gewonnene Kohle in die Städte.

Und dann wurde hier Gold gefunden. Das war so ungefähr 1870! Von da an strömten die Menschen ungehindert in die Wälder,  begannen zu graben und zu waschen, Claims abzustecken!  Dass das Land den Indianern gehörte, spielte keine Rolle mehr.

Recht und Ordnung waren nicht durchzusetzen!

Aus dieser Zeit ist in dem winzigen Örtchen Rochefort diese Kneipe erhalten geblieben und hat sich zu einem kleinen Zentrum für Country Musik entwickelt!












Wir trinken hier schnell einen Becher Kaffee, bewundern das herrliche Durcheinander und fahren weiter durch die Black Hills.

Durch die dunklen Kiefernstämme wirken die Berge und Hügel wirklich dunkel, fast schwarz. Aber immer wieder gibt es diese wunderschönen hellen Flecken zwischen den Kiefern. Es sind Espen (Zitterpappeln), die allerdings noch nicht mit ihrem Laub zittern können! (Zittern wie Espenlaub!)
Der Winter ist hier ja gerade erst vorbei. 
(Vor vielen Haustüren stehen noch die Schneeschaufeln!)
Erst ganz vorsichtig wagen sich die ersten Blättchen hervor!
Übrigens verfärben sich die Blätter der Espen im Herbst so wunderschön gelb und sorgen für die bunten Herbstwälder.







Gegen Mittag erreichen wir Deadwood! 
Das ist ein ganz besonderes Städtchen.

Es wurde 1876 gegründet. Es zogen viele  Deutsche und Engländer hierher, um Arbeit im Kohlebergwerk  zu finden. Eine Eisenbahn wurde gebaut, um die Kohle transportieren zu können. 

Es gab noch keine Verwaltung, niemand sorgte für Recht und Ordnung.
Das Glücksspiel und Prostitution bestimmten das Leben in dieser kleinen Stadt.

Erst als ein Bürgermeister und ein Sheriff  bestimmt worden waren,                              begann die Stadt sich zu entwickeln. Eine Schule wurde gebaut,                             Wohnhäuser und Geschäfte entstanden. 
Sogar die eingeschleppten Pocken konnten eingedämmt werden!






Südlich von Deadwood befindet sich die größte Goldmine der westlichen Hemisphäre!




Dem Geschäftsmann und ersten Sheriff Seth Bullock hat man mitten in der Stadt ein Denkmal gesetzt!



Besonders am Abend ist dieses Städtchen  sehr romantisch, und es gibt ein ganz besonderes Wildwest - Feeling.



Montag, 18. Mai 2026

Teil 3, Mount Rushmore in South Dacota

Teil 3


Mount Rushmore in South Dacota





Wir haben es geschafft!
Wir haben eines unserer Hauptreiseziele erreicht! 
Mount Rushmore
Spätestens, wenn man da ist, wenn man die in den Fels gehauenen Präsidentenköpfe sieht,
fragt man sich doch: Was - um alles in der Welt - soll das? 
Wer - um alles in der Welt - hat sich das ausgedacht?
Und nicht nur ausgedacht - nein - auch verwirklicht!


Und das ist er! Gutzon Borglum, ein aus Dänemark stammender amerikanischer Künstler.
Er war Bildhauer, hat in Paris mit Rodin gearbeitet!

Als glühender Patriot wollte er unbedingt die vier - seiner Meinung nach - wichtigsten 
amerikanischen Präsidenten ehren und ihnen ein Denkmal setzen.

Und da die Black Hills aus sehr hartem Granit bestehen, fiel seine Wahl auf 
die Black Hills in South Dacota.

Er fertigte Modelle an, besprach und plante sein Vorhaben mit der Regierung, 
mit Handwerkern und Architekten  und im Jahre 1927 begannen 
die Arbeiten an den Felsen.

Borglum starb 1941, sieben Monate vor der Fertigstellung seines großen Werkes.
Sein Sohn vollendete das Kunstwerk.




Über vierhundert Arbeiter waren im Laufe der Jahre auf der Baustelle beschäftigt.




















Von links:
George Washington, erster Präsident der USA,
Thomas Jefferson, Hauptautor der Unabhängigkeitserklärung,
Theodor Roosevelt, setzte sich ein für wirtschaftliche Entwicklung, Nationalparks entstanden, ließ den Panama - Kanal bauen,
Abraham Lincoln, erhielt die Nation während der Bürgerkrieges, schaffte die Sklaverei ab.





Wir übernachten in dem kleinen Ort Keystone, 
der ganz in der Nähe von Mount Rushmore liegt 
und besonders beliebt ist bei  Wintersportlern, 
bei Leuten die klettern oder wandern wollen.


                                                                                                                                                                     






Der gute alte Hitchkock hat es sich dann auch nicht nehmen lassen, 
in dem Film: Der unsichtbare Dritte den armen Cary Grand auf seiner Flucht vor dem KGB 
auf den Köpfen der Präsidenten herum turnen zu lassen. 
(Gedreht 1959, Cary Grand mit Eva Maria Saint)



















 




Nach der Besichtigung dieses beeindruckenden Monuments  erholen wir uns bei einer kleinen Wanderung durch die Berge und stellen fest, 
dass doch die Natur  die allerbeste Künstlerin ist!











Samstag, 16. Mai 2026

Teil 2, Von Colorado nach Wyoming

Teil 2



An der Grenze von Colorado nach Wyoming



Es gelingt uns, sehr zeitig in Denver aufzubrechen!
 
Unser Hotel (Nähe Flughafen) bietet schon ab 5.00 Uhr Frühstück an,         
was doch ziemlich  ungewöhnlich ist, oder?

Zehn Minuten nach 5 Uhr sind wir frisch geduscht und ziemlich gut ausgeschlafen 
zur Stelle (der Jetlag machts möglich) und siehe da, 
wir sind nicht die Ersten.
Es wird schon eifrig Kaffee geschlürft, es werden Bagel getoastet, 
Rührei verputzt!
 
Sehr viele Reisende wollen also genau so früh aufbrechen wie wir!

Wir haben nämlich heute eine ziemlich lange Tour Richtung Norden vor uns!
Ca. 800 km wollen wir schaffen. 
Die Strecke führt teilweise durch die Black Hills mit schmalen, steilen Straßen.

Aber:

Fast auf unserer Stecke liegt das Fort Laramie!
(Und welchem Fan von alten Westernfilmen schlägt da nicht das Herz höher?!)

Ich schreibe ´fast`, weil sich der Besuch von Fort Laramie  dann doch als schwierig und zeitraubend  heraus stellt! 
Es liegt ´weit ab´!
 Die Hinweisschilder sind teilweise widersprüchlich!

Aber schließlich gelingt es - wir erreichen Fort Laramie!


Fort Laramie war einer der wichtigsten Orte für die Besiedlung                                          des amerikanischen Westens durch die europäischen Einwanderer.

Ursprünglich, etwa ab 1831, war es ein Pelzhandelsposten und ab 1841 wurde es zum Hauptstützpunkt für Siedler auf dem
 Oregon - Trail, California - Trail und Mormon - Trail.


Hier machten Tausende Planwagen Halt, um sich mit Proviant, Reparaturen                       und Informationen zu versorgen, bevor es über die Rockies ging.


Schließlich kaufte die US - Armee das Fort. 
Die Siedler sollten auf den Trails geschützt werden, und das Gebiet sollte gesichert werden.

In diesem Fort wurden wichtige Verträge mit den Indianern geschlossen 
(die von den Weißen alle nicht gehalten wurden). 

Ab 1860 war Fort Laramie eine Pony - Express - Station! 
Es verband die Ostküste mit dem Westen, bevor die Telegrafie kam.


Einige der alten Wohnhäuser sind recht gut erhalten und auch renoviert worden!

Mit großer Freude  beobachte ich als alte Lehrerin die Kinder, die heute einen Ausflug machen und mit mehr oder weniger Interesse dem Ranger lauschen.

       Das kenn´ ich doch irgendwie!?


Viel wichtiger sind die kleinen Naschereien und das Root Beer, ein süßes Getränk,              das in den USA von Kindern sehr geliebt wird!