Sonntag, 24. Mai 2026

Teil 8, Buffalo Bill und die kleinen Stadt CODY

 Die kleine Stadt Cody und der Wilde Westen


Um nach CODY zu kommen, müssen wir die Bighorn - Mountains überqueren!

Und tatsächlich liegt hier oben noch Schnee! 

In der Höhe von gut 2000 m und bei ca. 3 Grad und heftigem Wind sind wir froh, dass unser Auto eine richtig gute Sitzheizung hat!
























Uns begegnen sogar Elche, die so ganz in Ruhe ihren Weg durch den Schnee stapfen.


















Schließlich erreichen wir Cody! Ein etwas seltsamer Name für eine Stadt, oder?!

Hier die Erklärung: Die Stadt Cody wurde mitgegründet von William Frederic Cody - uns besser bekannt als Buffalo Bill. 

Buffalo Bill wuchs in Kansas auf  und war ein richtiger Tausendsassa. 
Als Halbweise unterstützte er seine Mutter und Geschwister. Er arbeitete als Zugführer,        Pony - Express - Reiter, als Kutscher. 
Er war ein sehr guter Schütze und erfolgreicher Bisonjäger! Während der Jahre 1867 und 1868 versorgte er die Arbeiter der Kansas - Pacific - Railroad mit Bisonfleisch, verdiente sehr gut daran und erhielt den Spitznamen Buffalo Bill.




















                                                                               

Buffalo Bill hatte sich zeitweise verschiedenen Künstlergruppen angeschlossen. 
1883  aber gründete er seine eigene Wildwest - Show mit einem                                     riesigen Aufgebot  an Menschen und Tieren. 
Cody gelang es später sogar, berühmte Häuptlinge wie Sitting Bull als                  Mitwirkende zu gewinnen.


































     Buffalo Bill als junger Mann

Diese Kutschen gehörten zu der großen Show! Sie fuhren sechsspännig und wurden zur großen Freude der Zuschauer überfallen und ausgeraubt!

Es erschienen schließlich Geschichten in  Zeitungen und Leseheften über den                sagenhaften Buffalo Bill!
Diese Geschichten trugen dann ganz wesentlich zum Mythos  ´Wilder Westen` bei!



Samstag, 23. Mai 2026

Teil 7, Wyoming

 Wyoming




















Wir reisen ja nun seit ein paar Tagen durch Wyoming! Und - wir kommen aus dem Staunen nicht raus! Wir haben den Eindruck, dass es hier so gut wie keine Menschen gibt.
Wyoming besteht aus unendlichen Weiten. Aus unendlichen Prärien, aus unendlichem  Grasland.
Dazwischen einige Hügel, aber es gibt so gut wie keine Bäume. Das Auge sucht immer nach menschlichen Ansiedlungen, aber - Grasland, Prärie, Grasland, Prärie und weit im Hintergrund mächtige Gebirgsketten.

Dann kommen wir nach SHERIDAN.  Sheridan liegt schon fast an der Grenze zu Montana. Viele der alten Häuser sind in dieser Stadt erhalten geblieben und werden liebevoll gepflegt.

Und in Sheridan geraten wir in das DON KING - MUSEUM, in dem Hunderte von Sätteln ausgestellt sind. Und einer ist schöner als der andere. Auch hier müssen wir uns wieder wundern. Warum landen so wunderschöne, kunstvoll verzierte Sättel in einem Museum














Wir haben dann ein nettes Gespräch mit einer Frau, die wohl die Ausstellung ein bisschen beaufsichtigt! Und nun erfahren wir Folgendes:
Wyoming hat ungefähr drei Viertel der Landfläche Deutschlands, aber nur                           ca. 580 000 Einwohner! Ist das zu glauben? Die meisten Einwohner leben auf Ranches, und die Ranches sind so groß, haben so viele Hektar, dass die Häuser irgendwo in der weiten Landschaft liegen. Ab und zu sehen wir ein Einfahrtstor mit dem Namen der Ranch, aber die Wohnhäuser und Ställe sind nicht zu sehen!
Aha, das haben wir kapiert! Und wie ist das mit den Sätteln? 
Sie lacht und erzählt:
Hier in Wyoming reitet eigentlich jeder und jede. Kinder werden aufs Pferd gesetzt, bevor sie laufen können. Und jeder und jede bekommt einen eigenen Sattel. 

Autokennzeichen von Wyoming

Und wenn jemand seinen Sattel nicht mehr braucht (aus welchen Gründen auch immer!), ist der Sattel einfach über! Und so schöne, kunstvolle Sättel werden dann eben ausgestellt.
































Don King fertigte seine ersten Sättel im Jahre 1946  und eröffnete damals KING´S SADDLERY.
Später fertigte er dann Weltmeisterschaftssättel für professionelle Rodeo Cowboys.            Er entwickelte  diese wunderschönen Lederschnitzereien.   Seine Familie führt heute seine Arbeiten fort!

So, nun sind wir ein bisschen schlauer geworden und können diesen merkwürdigen Staat Wyoming ein bisschen besser verstehen!







Donnerstag, 21. Mai 2026

Teil 6, Der Devils Tower

 


Devils Tower




  •  In dieser Gegend lebten Shoshone, Cheyenne, Crow und viele andere Indianerstämme.
  • Sie jagten und trieben Handel miteinander. 
  • Die Indianer erzählten sich folgende Geschichte über die Entstehung des Felsens:
  •  Sieben junge Mädchen und ihr Bruder spielten einst weit entfernt von ihrem Lager, als plötzlich ein gigantischer Grizzlybär auftauchte und sie angriff.
  •  Die Kinder flüchteten auf einen niedrigen Felsen und flehten den „Großen Geist“ um Hilfe an. Der Große Geist erhörte ihr Gebet und ließ den Boden unter ihnen steil in die Höhe wachsen.
  •  Der wütende Bär versuchte, den Turm zu erklimmen, rutschte jedoch immer wieder ab. Dabei hinterließ er mit seinen gewaltigen Klauen tiefe Rillen in dem Felsen, die noch heute die markanten Säulen des Turms bilden.


Für Indianer ist dieser riesige Felsen und seine Umgebung immer noch heilig. 
Um den ´Großen Geist` um etwas zu bitten oder um Sorgen zu vertreiben, werden Tücher und Bänder in die Bäume gehängt. Der Wind trägt die Wünsche und Sorgen dann fort!


Heute ist die Entstehung dieses weltweit einmaligen Felsens immer noch nicht ganz geklärt! Wahrscheinlich handelt es sich um den erkalteten Schlot eines Vulkans!

Im Laufe der Jahrtausende und Millionen von Jahren sind immer wieder riesige Felsstücke durch Regen und Frost abgesprengt worden und ins Tal gepoltert.




Wir wandern einen wunderschönen Rundweg um den Felsen herum. Zeitweise sind wir ganz allein und können dem Wind und den Vögeln und den Grillen lauschen!


Aber dann entdecken wir ´bunte Flecken` in der Felswand und - tatsächlich - das sind Kletterer! Mit bloßem Auge können wir sie gerade noch erkennen! Aber unser Fotoapparat will  sie auf keinen Fall entdecken!
Deshalb habe ich uns ein Bild aus dem Internet gegönnt! 
Wie kann man so etwas freiwillig tun?
Für uns Flachländer ist es unbegreiflich, oder?






Am 4. Juli 1893 erstieg der Ranger William Rogers den gesamten Felsen, nachdem er so nach und nach Leitern gebaut und sie im Felsen befestigt hatte. Reste dieser Leitern sind heute noch erhalten!
Heute ist Devils Tower ein ´rock climbing mecca` geworden.






Teil 5, Eindrücke von unterwegs

 

Eindrücke von unterwegs









































In dem kleinen Ort Aladdin auf dem Weg nach Hulett! Der Ort bringt es gerade mal  auf       15 Einwohner, liegt aber immerhin 3740 feet (1140,19 m) hoch. Allerdings gibt es hier        - anders als zum Beispiel in Varel - ein Postamt (im Gemischtwarenladen!), der früher als Kantine für die Bergleute der Aladdin - Coalmine diente. Hier wurde bis 1942 Kohle abgebaut! Zu diesem Örtchen gibt es noch eine kleine Geschichte zu erzählen:
Es drohte in Vergessenheit zu geraten, auch die letzten Einwohner mussten/wollten den Ort verlassen. Da kam jemand auf die Idee, den Ort zu verkaufen bzw. zu versteigern.
Schlussendlich erhielt ein ansässige Farmer den Zuschlag für 500 000 Dollar!
Der Deal enthielt: den historischen, über 125 Jahre alte General Store, eine funktionierende Tankstelle, eine gültige Alkohol-Lizenz, etwa 7 Hektar Land und ein Wohnhaus mit zwei Schlafzimmern und einen Wohnmobilpark!
So in die Schlagzeilen geraten finden hier wieder große Harley-Treffen statt und auch bei Tripadviser wird Aladdin für einen Stopp empfohlen!
👀👀
In der Umgebung von Hulett wurden Dinosaurierknochen gefunden! Und dieses große Exemplar wird in dem kleinen Museum von Hulett ausgestellt!








































Diese hübsche, kleine Kutsche ist eine Leihgabe an das Museum!













Die Umrandung besteht tatsächlich aus unzähligen Geweihen! Sie sind von der Sonne total ausgeblichen


















Wer mag in so einem Gefängnis gesessen haben? In den kleinen Orten gab es ja nicht immer einen Sheriff! Wer mag hier wen ins Gefängnis gesteckt haben?

So verschmutzte Autos haben wir oft gesehen! Die Straßen sind oft noch unbefestigt und dann sehen Autos eben schnell mal so aus!



















Auch in dem kleinen Ort Hulett gibt es natürlich eine Kirche!

Diese gehört zu den Babtisten, eine protestantische Freikirche, die die Bibel als einzige Grundlage für den Glauben anerkennt!

Wir übernachten in diesem kleinen Ort Hulett und sinken mal wieder total müde ins Bettchen!

Aber wir wollen früh raus, um rechtzeitig unser nächstes Ziel, den Devils Tower, zu erreichen. Von Weitem haben wir ihn nämlich schon gesehen!!!!







Dienstag, 19. Mai 2026

Teil 4, Von Keystone nach Deadwood

 Teil 4

Von Keystone nach Deadwood


ist es nur ein kurzer Weg. Durch die Black Hills geht´s Richtung Norden.                                                                   

Hier in diesen Bergen wurde Kohle abgebaut. Kleine Dampfloks transportierten                    die gewonnene Kohle in die Städte.

Und dann wurde hier Gold gefunden. Das war so ungefähr 1870! Von da an strömten die Menschen ungehindert in die Wälder,  begannen zu graben und zu waschen, Claims abzustecken!  Dass das Land den Indianern gehörte, spielte keine Rolle mehr.

Recht und Ordnung waren nicht durchzusetzen!

Aus dieser Zeit ist in dem winzigen Örtchen Rochefort diese Kneipe erhalten geblieben und hat sich zu einem kleinen Zentrum für Country Musik entwickelt!












Wir trinken hier schnell einen Becher Kaffee, bewundern das herrliche Durcheinander und fahren weiter durch die Black Hills.

Durch die dunklen Kiefernstämme wirken die Berge und Hügel wirklich dunkel, fast schwarz. Aber immer wieder gibt es diese wunderschönen hellen Flecken zwischen den Kiefern. Es sind Espen (Zitterpappeln), die allerdings noch nicht mit ihrem Laub zittern können! (Zittern wie Espenlaub!)
Der Winter ist hier ja gerade erst vorbei. 
(Vor vielen Haustüren stehen noch die Schneeschaufeln!)
Erst ganz vorsichtig wagen sich die ersten Blättchen hervor!
Übrigens verfärben sich die Blätter der Espen im Herbst so wunderschön gelb und sorgen für die bunten Herbstwälder.







Gegen Mittag erreichen wir Deadwood! 
Das ist ein ganz besonderes Städtchen.

Es wurde 1876 gegründet. Es zogen viele  Deutsche und Engländer hierher, um Arbeit im Kohlebergwerk  zu finden. Eine Eisenbahn wurde gebaut, um die Kohle transportieren zu können. 

Es gab noch keine Verwaltung, niemand sorgte für Recht und Ordnung.
Das Glücksspiel und Prostitution bestimmten das Leben in dieser kleinen Stadt.

Erst als ein Bürgermeister und ein Sheriff  bestimmt worden waren,                              begann die Stadt sich zu entwickeln. Eine Schule wurde gebaut,                             Wohnhäuser und Geschäfte entstanden. 
Sogar die eingeschleppten Pocken konnten eingedämmt werden!






Südlich von Deadwood befindet sich die größte Goldmine der westlichen Hemisphäre!




Dem Geschäftsmann und ersten Sheriff Seth Bullock hat man mitten in der Stadt ein Denkmal gesetzt!



Besonders am Abend ist dieses Städtchen  sehr romantisch, und es gibt ein ganz besonderes Wildwest - Feeling.