Dienstag, 16. Juni 2026

Teil 15, Anna Maria Island wird wieder schön!

 


Hier einige Eindrücke von der Nordspitze unserer Insel





















Im September/Oktober  ist es zwei Jahre her, dass Anna Maria Island so schwer von zwei Hurrikans (erst Helene und dann Milton) getroffen und Natur und Häuser und Straßen ziemlich stark zerstört wurden.

Während Helene über der Insel tobte, schwappte das Meer komplett über Teile der Insel.

Der Sand wurde von den Stränden auf Straßen und in Häuser gespült.                                Die schützenden Dünen waren mit den Wassermassen weggespült und fast die gesamte Vegetation zerstört worden!























Die Dünen, die als natürlicher Schutzwall dienen, wurden großflächig abgetragen.
Die betroffenen Regionen (hier Manatee County) haben dann Gelder für den ´Wiederaufbau` vom Staat bekommen!                                                                                                                   Der auf die Straßen und in die Häuser gespülte Sand wurde gesammelt, gereinigt und zurück an den Strand gebracht!
Lokale Teams und viele Freiwillige haben Strandhafer gepflanzt und so nach und nach erholt sich die Natur wieder!!
Manchmal haben wir noch die traurigen Bilder von damals im Kopf!


Um so glücklicher  sind wir, dass Anna Maria wieder so schön wird, wie sie immer war!!!





Samstag, 13. Juni 2026

Teil 14, 250 Jahre Vereinigte Staaten von Amerika

 















Am 4. Juli steigt in Amerika eine große Feier:

Amerika feiert 250 Jahre Unabhängigkeit von England
Durch jahrelange Kriege (im Grunde seit 1588), Unterdrückung und eine starke Handels- und Militärflotte war es England gelungen, eine Weltmacht zu werden. England besaß die halbe Welt! (Teile Nordamerikas, Karibik (Jamaika, Barbados, Antigua, Bahamas und weitere), Indien, Gibraltar, Honduras, Falklandinseln)
Die 13 Kolonien im Osten Nordamerikas waren also eigentlich nur ein sehr kleiner Teil von Englands globalem Weltreich!
Aber diese aufsässigen Kolonien erklärten sich 1776 für unabhängig vom ´Mutterland` England! Sie waren entstanden zwischen 1607 und 1732. Georgia war die letzte und sollte als Bollwerk gegen das spanische Florida dienen.




















Und das kam so:  (insgesamt natürlich sehr verkürzt)
Wie das mit Kriegen nun mal so ist, sie sind ungemein teuer! Und England brauchte nach jahrelanger Aufrüstung und Kriegen unbedingt mehr Geld, um Kriegsschulden bezahlen zu können. So kam King George III. auf die glorreiche Idee, in den 13 Kolonien da drüben in Amerika die Steuern zu erhöhen!
King George III. ( er regierte fast 60 Jahre)

 






       






(Ziemlich aktuell heutzutage, oder?)
 Da die Selbstverwaltung der einzelnen Kolonien aber bereits ganz gut und unabhängig von England funktionierte, stießen diese Pläne auf Widerstand. Außerdem war England ja weit weg und man wollte im englischen Parlament                                                                      keine  amerikanische Vertretung  oder Mitsprache  zulassen!
Die verantwortlichen  Amerikaner wiederum wollten nicht, dass die Kolonien für englische Schulden aufkommen müssten!                                                                                               Und so setzte der Kontinentalkongress am 11. Juni 1776 fünf Leute ein, um den Text für die Unabhängigkeitserklärung zu verfassen! Hauptautoren waren Thomas Jefferson und John Adams! Benjamin Franklin war der Älteste der Mitverfasser und Lektor des Textes von Jefferson.!
Im Laufe der nächsten Monate setzten über 50 Vertreter der Kolonien ihre Unterschrift darunter.                                                                                                                                        Man muss sich dabei klar machen, dass   es sich bei dieser ganzen Aktion um Hochverrat handelte. Und Hochverrat bedeutete Tod durch Erhängen!     
Für England bedeutete diese Unabhängigkeitserklärung eine Kriegerklärung!
Bis Ende 1776  wurden 32 000 englische und hessische Soldaten geschickt (Deutsche junge Männer wurden an England als Soldaten vermietet). Man wollte hart durchgreifen und die Kolonien zurück holen ins englische Empire.  
Doch 1781 mussten die Engländer aufgeben! Der Krieg um die Kolonien war verloren!
King Georg III. notierte 1783 in sein Tagebuch:       ´Amerika is lost`.  
So, das also - diese Unabhängigkeit von England  und die Entstehung der USA - wird in den nächsten Wochen in Amerika gefeiert! 
Mit dem Schmücken für die große Feier wird bereits überall begonnen!!!

 



                                            











Junge Leute auf dem Weg zum Strand!

Sonntag, 7. Juni 2026

Teil 13, Noch einmal: Fort Laramie

 Noch einmal:   Fort Laramie

In dem Post vom 16. Mai habe ich ja schon einmal von Fort Laramie berichtet!

Aber ich muss unbedingt noch etwas nachtragen!

Schließlich gilt das historische Fort Laramie als das wichtigste Fort nicht nur in Wyoming, sondern im gesamten Westen.

Es war wie eine Lebensader für Auswanderer, beherbergte Truppen und bot Weißen und Ureinwohnern einen strategischen Treffpunkt, um Handel zu treiben und Verträge auszuhandeln!

Fast vier Jahrzehnte lang (im 19. Jahrhundert) dienten die Gebäude auf den Wiesen von Fort Laramie der Versorgung von Auswanderern, die einen Trail von über 400 km durch die endlosen Weiten der Plains hinter sich hatten.
Hier im Fort kamen sie das erste Mal wieder mit der ´Zivilisation` in Kontakt!










Das Fort bot Auswanderern die Möglichkeit, Vorräte zu kaufen, Wagen zu reparieren, frische Ochsen oder Pferde zu bekommen und sich mit anderen Auswanderern auszutauschen.









                         Vor dem General Store im Fort Laramie                          

Bis zum fast 610 km entfernten Fort Bridger gab es keine weitere Möglichkeit, sich mit Proviant einzudecken! Was für eine schreckliche Vorstellung, wenn man die unendlichen Weiten Wyomings gesehen hat!

Übrigens ist Fort Laramie nach dem Fluss benannt, der südlich und östlich daran vorbei fließt. Und dieser Fluss wiederum wurde nach einem französischen Trapper getauft, der Jacques La Ramee hieß und mit Fellen gehandelt hat!

Die Sioux und die Cheyenne kamen zum Fort, um dort Bisonfelle gegen andere Waren wie Tabak, Perlen, Pulver, Blei und Tabak einzutauschen.

Überliefert ist auch die Geschichte von Mabel Wilkins und ihrem                  Wäscherei - Imperium:

Sie kommt aus Irland, ist sechzehn Jahre alt! Die Hungersnot in Irland treibt sie rüber nach Amerika! In New York trifft sie Jeremiah, der vom Gold träumt. Die Beiden machen sich auf den Weg in den Westen, das goldene Kalifornien ist ihr Ziel!

Sie heiraten, aber Jeremiah kann absolut kein Gold finden! Aber - Hemd und Hose stinken nach Schweiß und Dreck! Da  kommt Mable auf die Idee, nicht nur seine, sondern auch die schmutzigen Klamotten der anderen Auswanderer zu waschen! Sie kauft auf Pump mehrere Waschzuber, Seife und Reibeisen, um den Dreck rausschrubben zu können!                      

Ihr Wahl - und Werbespruch ist:

We clean everything but your conscience! 

  (Wir waschen alles, außer dein Gewissen!)

Zunächst wäscht und schrubbt sie allein. Aber bald sind die Finger wund, und sie stellt einige Frauen ein. Schließlich hat sie einige Angestellte und verdient mehr als  Jeremiah mit seiner verflixten Goldsucherei!

 Jeremiah wird losgeschickt. Im ganzen Fort muss er die schmutzigen Sachen einsammeln. Und er muss genau festhalten, wem welche (Unter)Hose und wem welches Hemd gehört und muss die sauberen Sachen dann den glücklichen Besitzern auch wieder zurückbringen!

Ein anderer, gern gesehener Gast im Fort ist Jim Bridger. Er gilt als der fähigste Mountain Man, ist Scout, Trapper, Entdecker und kennt sich in den Rocky Mountains aus wie sonst keiner! Er kann den Trecks helfen, kann Wege beschreiben, kennt Abkürzungen und kann mit den Indianern verhandeln.

Er kann nicht lesen und nicht schreiben, beherrscht aber einige Indianersprachen, Französisch und ein bisschen Deutsch.

Geliebt wird er für seine Geschichten! Er kann von Abenteuern erzählen und vertreibt den Auswanderern die langen, dunklen Abende.




















So gibt es wahrscheinlich noch tausend Geschichten über diese Zeit, über Fort Laramie und die Menschen, die hierher kamen, ihren Träumen folgten und  eigentlich fast immer doch nur auf der Suche nach einem besseren Leben waren!








 

Montag, 1. Juni 2026

Teil 11, Boulder und unser Flug nach Florida

 

 In Boulder und unser Flug nach Florida


Unsere letzte Station ist die 
schöne, kleine Stadt Boulder, 
nordwestlich von Denver
Boulder liegt an den Ausläufern der Rocky Mountains.

Hier gibt es eine berühmte Universität und 
ca. jeder Dritte der 100 000 Einwohner von Boulder ist Student 
oder hat beruflich mit der Uni zu tun!

In der Innenstadt gibt es einen schönen Fußgängerbereich mit interessanten Geschäften und Restaurants.
Viele der alten Geschäftshäuser wurden 
restauriert  und erhalten.  

Hier einige Eindrücke von dieser hübschen, kleinen Stadt.



Die gesamte Fußgängerzone ist mit Stiefmütterchen geschmückt!




Besonders sehenswert ist das alte Hotel Boulderado, 
das renoviert und vor ein paar Jahren neu eröffnet wurde.


In der Lobby des Hotels


Das Dushanbe  -  Teahouse von Boulder

Dazu gibt es wieder eine kleine Geschichte zu erzählen:
Dieses wunderschöne Teahouse ist ein Geschenk von Boulders Partnerstadt Dushanbe, der Hauptstadt von Tadschikistan. 1987 haben die beiden Städte eine Städtepartnerschaft gegründet, mitten im     Kalten Krieg! Als Zeichen der Freundschaft wollte Dushanbe der Stadt Boulder ein traditionelles tadschikisches Teehaus schenken!
Über 40 Handwerker in Dushanbe haben von 1987 bis 1990 daran gearbeitet. Alles ist komplett handgeschnitzt und handbemalt: Decken, Säulen, Tische, Keramikfliesen. Kein Nagel wurde verwendet, nur traditionelle Holzverbindungen.
Dann wurde alles in ca. 450 Kisten verpackt und nach Boulder geschickt! Die Kisten kamen 1990 in Boulder an. Problem: Es gab keinen Bauplan. Und durch den Zerfall der Sowjetunion 1991 brach der Kontakt nach Dushanbe ab. Die Kisten standen jahrelang in Lagerhallen. Niemand wusste, wie man das Ding aufbaut.
Erst 1998 gründete sich die Initiative                                            ´Friends of the DushanbeTeahouse`. Sie sammelten Geld, holten tadschikische Handwerker zurück nach Boulder und bauten das Teahouse im Central Park auf! Ende des Jahres wurde es endlich eröffnet. 
Wir trinken dort eine Goldene Milch! Sie besteht aus Milch, Kurkuma, Ingwer, schwarzem Pfeffer, Zimt und einem guten Löffel Honig und danach fühlen wir uns wirklich viel stärker und total gesund!💪  💪


Der wunderschöne Rosengarten vor dem Teehaus!

Mit diesen schönen Eindrücken  im Herzen 
verabschieden wir uns von Denver.

Der Flughafen von Denver ist in gut einer halben Stunde erreicht.
Das Abgeben des Autos geht  - wie immer -
ruck zuck und unproblematisch!


Auch der Flug nach Tampa ist ruhig und entspannt. Und wir haben sogar jeder eine Dreierreihe für uns und können ein bisschen schlafen!

Mitten in der Nacht sind wir in Tampa, folgen den Schildern zum        Car Rental und siehe da, keiner da!
Du musst an so einen Skip - Counter, d.h. du brauchst nicht an den Schalter. Da ist ja auch niemand! 
Mutig geben wir alle unsere Daten ein und schon kommt ein Beleg, mit dem wir zu den Autos gehen können. Und dort ist doch tatsächlich ein leibhaftiger Mensch, der uns noch ein paar wichtige Informationen gibt!


Und schon können wir reinspringen in einen weißen Chevrolet Trax und Richtung Süden nach Anna Maria Island brausen!