Dienstag, 19. Mai 2026

 

Von Keystone nach Deadwood


ist es nur ein kurzer Weg. Durch die Black Hills geht´s Richtung Norden.                                                                   

Hier in diesen Bergen wurde Kohle abgebaut. Kleine Dampfloks transportierten                    die gewonnene Kohle in die Städte.

Und dann wurde hier Gold gefunden. Das war so ungefähr 1870! Von da an strömten die Menschen ungehindert in die Wälder,  begannen zu graben und zu waschen, Claims abzustecken!  Dass das Land den Indianern gehörte, spielte keine Rolle mehr.

Recht und Ordnung waren nicht durchzusetzen!

Aus dieser Zeit ist in dem winzigen Örtchen Rochefort diese Kneipe erhalten geblieben und hat sich zu einem kleinen Zentrum für Country Musik entwickelt!












Wir trinken hier schnell einen Becher Kaffee, bewundern das herrliche Durcheinander und fahren weiter durch die Black Hills.

Durch die dunklen Kiefernstämme wirken die Berge und Hügel wirklich dunkel, fast schwarz. Aber immer wieder gibt es diese wunderschönen hellen Flecken zwischen den Kiefern. Es sind Espen (Zitterpappeln), die allerdings noch nicht mit ihrem Laub zittern können! (Zittern wie Espenlaub!)
Der Winter ist hier ja gerade erst vorbei. 
(Vor vielen Haustüren stehen noch die Schneeschaufeln!)
Erst ganz vorsichtig wagen sich die ersten Blättchen hervor!
Übrigens verfärben sich die Blätter der Espen im Herbst so wunderschön gelb und sorgen für die bunten Herbstwälder.







Gegen Mittag erreichen wir Deadwood! 
Das ist ein ganz besonderes Städtchen.

Es wurde 1876 gegründet. Es zogen viele  Deutsche und Engländer hierher, um Arbeit im Kohlebergwerk  zu finden. Eine Eisenbahn wurde gebaut, um die Kohle transportieren zu können. 

Es gab noch keine Verwaltung, niemand sorgte für Recht und Ordnung.
Das Glücksspiel und Prostitution bestimmten das Leben in dieser kleinen Stadt.

Erst als ein Bürgermeister und ein Sheriff  bestimmt worden waren,                              begann die Stadt sich zu entwickeln. Eine Schule wurde gebaut,                             Wohnhäuser und Geschäfte entstanden. 
Sogar die eingeschleppten Pocken konnten eingedämmt werden!






Südlich von Deadwood befindet sich die größte Goldmine der westlichen Hemisphäre!




Dem Geschäftsmann und ersten Sheriff Seth Bullock hat man mitten in der Stadt ein Denkmal gesetzt!



Besonders am Abend ist dieses Städtchen  sehr romantisch, und es gibt ein ganz besonderes Wildwest - Feeling.



Montag, 18. Mai 2026

Mount Rushmore in South Dacota





Wir haben es geschafft!
Wir haben eines unserer Hauptreiseziele erreicht! 
Mount Rushmore

Spätestens, wenn man da ist, 
wenn man die in den Fels gehauenen Präsidentenköpfe sieht,
fragt man sich doch: Was - um alles in der Welt - soll das? 
Wer - um alles in der Welt - hat sich das ausgedacht?
Und nicht nur ausgedacht - nein - auch verwirklicht!


Und das ist er! Gutzon Borglum, ein aus Dänemark stammender amerikanischer Künstler.
Er war Bildhauer, hat in Paris mit Rodin gearbeitet!

Als glühender Patriot wollte er unbedingt die vier - seiner Meinung nach - wichtigsten 
amerikanischen Präsidenten ehren und ihnen ein Denkmal setzen.

Und da die Black Hills aus sehr hartem Granit bestehen, fiel seine Wahl auf 
die Black Hills in South Dacota.

Er fertigte Modelle an, besprach und plante sein Vorhaben mit der Regierung, 
mit Handwerkern und Architekten  und im Jahre 1927 begannen 
die Arbeiten an den Felsen.

Borglum starb 1941, sieben Monate vor der Fertigstellung seines großen Werkes.
Sein Sohn vollendete das Kunstwerk.




Über vierhundert Arbeiter waren im Laufe der Jahre auf der Baustelle beschäftigt.




















Von links:
George Washington, erster Präsident der USA,
Thomas Jefferson, Hauptautor der Unabhängigkeitserklärung,
Theodor Roosevelt, setzte sich ein für wirtschaftliche Entwicklung, Nationalparks entstanden, ließ den Panama - Kanal bauen,
Abraham Lincoln, erhielt die Nation während der Bürgerkrieges, schaffte die Sklaverei ab.





Wir übernachten in dem kleinen Ort Keystone, 
der ganz in der Nähe von Mount Rushmore liegt 
und besonders beliebt ist bei  Wintersportlern, 
bei Leuten die klettern oder wandern wollen.


                                                                                                                                                                     






Der gute alte Hitchkock hat es sich dann auch nicht nehmen lassen, 
in dem Film: Der unsichtbare Dritte
den armen Cary Grand auf seiner Flucht vor dem KGB 
auf den Köpfen der Präsidenten herum turnen zu lassen. 
(Gedreht 1959, Cary Grand mit Eva Maria Saint)



















 






Nach der Besichtigung dieses beeindruckenden Monuments  erholen wir uns bei einer kleinen Wanderung durch die Berge und stellen fest, 
dass doch die Natur  die allerbeste Künstlerin ist!











Samstag, 16. Mai 2026





An der Grenze von Colorado nach Wyoming



Es gelingt uns, sehr zeitig in Denver aufzubrechen!
 
Unser Hotel (Nähe Flughafen) bietet schon ab 5.00 Uhr Frühstück an,         
was doch ziemlich  ungewöhnlich ist, oder?

Zehn Minuten nach 5 Uhr sind wir frisch geduscht und ziemlich gut ausgeschlafen 
zur Stelle (der Jetlag machts möglich) und siehe da, 
wir sind nicht die Ersten.
Es wird schon eifrig Kaffee geschlürft, es werden Bagel getoastet, 
Rührei verputzt!
 
Sehr viele Reisende wollen also genau so früh aufbrechen wie wir!

Wir haben nämlich heute eine ziemlich lange Tour Richtung Norden vor uns!
Ca. 800 km wollen wir schaffen. 
Die Strecke führt teilweise durch die Black Hills mit schmalen, steilen Straßen.

Aber:

Fast auf unserer Stecke liegt das Fort Laramie!
(Und welchem Fan von alten Westernfilmen schlägt da nicht das Herz höher?!)

Ich schreibe ´fast`, weil sich der Besuch von Fort Laramie  dann doch als schwierig und zeitraubend  heraus stellt! 
Es liegt ´weit ab´!
 Die Hinweisschilder sind teilweise widersprüchlich!

Aber schließlich gelingt es - wir erreichen Fort Laramie!


Fort Laramie war einer der wichtigsten Orte für die Besiedlung                                          des amerikanischen Westens durch die europäischen Einwanderer.

Ursprünglich, etwa ab 1831, war es ein Pelzhandelsposten und ab 1841 wurde es zum Hauptstützpunkt für Siedler auf dem
 Oregon - Trail, California - Trail und Mormon - Trail.


Hier machten Tausende Planwagen Halt, um sich mit Proviant, Reparaturen                       und Informationen zu versorgen, bevor es über die Rockies ging.


Schließlich kaufte die US - Armee das Fort. 
Die Siedler sollten auf den Trails geschützt werden, und das Gebiet sollte gesichert werden.

In diesem Fort wurden wichtige Verträge mit den Indianern geschlossen 
(die von den Weißen alle nicht gehalten wurden). 

Ab 1860 war Fort Laramie eine Pony - Express - Station! 
Es verband die Ostküste mit dem Westen, bevor die Telegrafie kam.


Einige der alten Wohnhäuser sind recht gut erhalten und auch renoviert worden!

Mit großer Freude  beobachte ich als alte Lehrerin die Kinder, die heute einen Ausflug machen und mit mehr oder weniger Interesse dem Ranger lauschen.

       Das kenn´ ich doch irgendwie!?


Viel wichtiger sind die kleinen Naschereien und das Root Beer, ein süßes Getränk,              das in den USA von Kindern sehr geliebt wird!








 

Freitag, 15. Mai 2026

 Teil 1



























             Unsere Reise im Mai/Juni    2026

Ich habe unsere ungefähre Reiseroute auf der Karte oben eingezeichnet und unsere Hauptziele mit Nummern versehen.

Die 1 steht in etwa da, wo der der Berg mit den vier in den Felsen geschlagenen Präsidentenköpfen ist.

Die 2  habe ich da platziert wo der Devils Tower ist, ein interessanter Granitfelsen, der wunderschöne Wanderwege und Ausblicke auf die Landschaft bietet.

Nummer 3  ist die eigentliche Hauptattraktion  -  der Yellowstone National Park mit seinen heißen Quellen, den Geysiren und den vielen wild lebenden Tieren.

Und Nummer 4 ist da, wo der  Teton - Nationalpark ist. Er schließt an den Yellowstone an und soll wohl fast ebenso schön und aufregend sein,  wie  sein nördlicher Nachbar!

Aber natürlich sind das nur die Hauptziele. 
Auch unterwegs gibt es viel zu besichtigen und zu bestaunen.👀

Aber - wie immer fängt natürlich so eine Reise  mit der Anreise an.

Die Anreise ist ja fast immer ein sehr anstrengender Teil einer Reise
und nicht selten dient ja die Reise auch dazu, sich von der Anreise zu erholen, oder?

Naja, wie auch immer!

Alles klappt  prima :
Pünktlich um  4 Uhr  fährt der Taxi - Luftibus vor. Der nette junge Mann, der sich mal wieder unseretwegen die Nacht um die Ohren schlagen muss, wuchtet unsere Koffer ins Auto. 
Und schon sind wir auf der Autobahn und weil um 4 Uhr in der Früh  ja kaum ein vernünftiger Mensch  unterwegs ist, sind wir ruckzuck in einer halben Stunde am Flughafen in Bremen.
















Und siehe da: 

Es gibt schon Frischgebackenes mit Schokostreuseln und Milchkaffee ist so früh am Morgen auch schon im Angebot!

Die Zeit im Flughafen Frankfurt vergeht schnell und pünktlich startet unsere Maschine Richtung Westen mit dem Ziel Denver in Colorado.


Alle sitzen brav auf ihren Plätzen. Und gleich geht´s los!!!!


Dieses Bild hat eine liebe Freundin von uns für uns gemacht! Sie hat den Flug am Bildschirm verfolgt!
Das kleine rote Flugzeug, das sind wir  -  kurz vor Grönland!!
Der Flug verläuft recht angenehm. Aber gut 10 Stunden sind doch eine ganz schön lange Zeit,
vor allem, wenn die Filme aus dem Bordprogramm fast alle nicht so unser Geschmack sind!
Aber das eine oder andere Nickerchen vertreibt die Zeit dann doch ganz gut, und so sind wir fast pünktlich um 15.00 Uhr Ortszeit in Denver!
Die Einreise verläuft völlig problemlos, die Officer sind ausgesprochen nett und höflich!
Nach einigen Fragen (Was wollen Sie hier machen? Wie lange bleiben Sie?) dürfen wir durchgehen und unsere Koffer abholen.

Viele Plakate  im Flughafenbereich weisen darauf hin, dass  eine Einreise mit 
MPC (Mobile Passport Control) die Einreise noch schneller und unkomplizierter macht!
In Zukunft werden wir wohl alle uns darauf einstellen müssen. Dann sind alle Daten im Handy gespeichert, im Flughafen muss man noch einmal ein aktuelles Foto von sich machen und dann braucht man nur noch das Handy und den Pass zeigen!

Im Hotel fallen wir unglaublich müde ins Bett und freuen uns auf  Morgen und unsere Reise!

















Freitag, 26. Dezember 2025

          Auf dem Weg nach Hause


17. Dezember 2025

Von Naples zum Flughafen Miami fahren wir über den
 Tamiami Trail, 
den U.S. Highway 41!

Als wir ungefähr die Hälfte des Weges geschafft haben, machen wir eine Pause bei der OASIS RANGER STATION:


Wir staunen über die riesigen Krokodile, die da so unglaublich träge in der Sonne liegen!



Wir bewundern den Kormoran, der seine Federn in die Sonne und den Wind streckt!
Ein wunderschöner blauer Reiher landet gleich nebenan!
Gerade eben konnten wir noch die Everglades, die Tiere und Pflanzen bewundern, konnten uns 
gar nicht sattsehen daran!

Und dann.......


 nur eine Stunde später sieht die Welt ganz anders aus!



Schnell ist das Auto abgegeben. Auch dieses Mal ist alles in Ordnung  👍👍👍👍👍👍, der Tank ist voll, und wir sind froh, dass alles so gut geklappt hat!!!

Auch der Flug von Miami nach Frankfurt geht  ruhig und flott! Wir haben wohl guten Rückenwind! 
Der wunderbare Luftibus steht in Bremen schon für uns bereit und ruck - zuck sind wir in Oldenburg 
und können auf dem Oldenburger Weihnachtsmarkt den ersten Glühwein der Saison genießen!

Wir wünschen allen unseren Lieben ein schönes, friedliches Weihnachtsfest!