Sonntag, 20. Oktober 2019

Architecture Style - Teil 7 - Key West - Baustil


                                                       Teil 7


                        Key West - Baustil




Bei  einem  Spaziergang durch die ruhigen Wohnstraßen von 
Key West geraten wir geradzu in Verzückung!



                    Wunderschön und mit viel Liebe zum Detail 
sind diese Häuser gebaut worden.
Die großzügigen Veranden bieten viel Schatten, 
tagsüber halten die Fensterläden die Hitze aus dem Haus. 



Auch in den Dachgiebeln sind Klappen und Luken zum Lüften.


Die Geländer  und  der Giebelschmuck wirken häufig wie
 Lebkuchenherzen - Verzierungen
                                                                                  (Gingerbread - Styl)





Natürlich führt uns unser Spaziergang auch vorbei an dem 
Haus von Ernest Hemmingway. 
Er hat hier einige seiner wichtigsten und 
erfolgreichsten Romane geschrieben.

Wir verzichten auf die Besichtigung von Innen!
Erstens, weil wir das vor einigen Jahren 
schon mal gemacht haben und 
zweitens, weil vor der Kasse eine 
lange Schlange steht und auf Eintrittskarten wartet.



Ganz besonders schön ist das Curry - House - Inn.
Und weil es ein kleines, feines Hotel ist, 

dürfen wir da sogar mal reingehen. 

 Dieses Haus gehörte einst dem reichsten Mann von Key West!

William Curry  hatte 1855 mit dem Bau dieses Hauses begonnen.
Wodurch war er so reich geworden?
Kaum zu glauben, aber damals war das "Wrecking" eine ganz normale Einnahmequelle. 
Key West ist von einem Korallenriff umgeben und deshalb zerschellten viele Schiffe vor der Küste.

Die "Wrecker" fuhren dann raus 
und wer als erster da war, 
musste natürlich die Besatzung und die Passagiere retten. 

Er hatte dann aber auch Anspruch 
auf die gesamte noch zu bergende Ladung.
Und dabei konnte man - wie man sieht - ganz schön reich werden.



Kleine Verschnaufpause nach
der langen Wanderung durch die Stadt.!

Ach, das war ein richtig schöner          Sonnabendnachmittagsspaziergang! 



Aber nun müssen wir erst einmal zurück ins Hotel 
und unter die Dusche
 und uns ein bisschen von der Anstrengung erholen.




Samstag, 19. Oktober 2019

Conch Republic - Teil 6 - Conch Republic

                      Teil 6


                                    Key West ist die 

          Conch Republic


                               

Die Fechtermuschel ist das Symbol für die Conch Republic
Sie entzieht sich ihren Feinden durch ´weglaufen´. 


                                             
                         Die Conch Republic ist eine Micro - Nation!!


Die Einwohner von Key West  und einiger anderer Inseln
waren mit 
der Politik der USA gegenüber Flüchtlingen aus Cuba 
nicht einverstanden 
und erklärten sich deshalb 1982 zu einer 
unabhängigen Nation.


Ein Premierminister wurde gekürt 
und die einheimischen Geschäftsleute trugen 
und tragen finanziell  zum Gelingen dieses Projekts bei.

Es werden sogar Pässe ausgestellt, und wer möchte, 
kann ein/e Conch Republic Konsul/in  werden 
und im Heimatland eine Botschaft einrichten. 

In Deutschland (seit 2010 in Bingen am Rhein), 
der Schweiz und in Österreich, Finnland und Frankreich 
gibt es sie bereits.

Das Motto der Conch Republic  ist:

Rettung der Menschheit durch Anwendung 
von  guten Ideen und Humor!

Offiziell besteht diese Abspaltung von den USA immer noch!

Von Seiten der Regierung in Washington 
sieht man großzügig über diese Provokation hinweg!!




Henry Flagler Station - Teil 5 - Henry Flagler Station in Key West

                                                             Teil 5



                                                        Das Flagler - Museum 




In Key West ist man natürlich auch heute noch sehr stolz auf 
Henry Flagler und hat ihm  und seiner Railway 
ein Museum gewidmet. Es steht genau dort, 
wo einst der Bahnsteig für die ankommenden 
und abreisenden Gäste war.


 Da sitzt er nun und träumt vielleicht schon von 
                                  dem nächsten großartigen Projekt!


So dramatisch muss es dann 1935 gewesen sein, als ein Hurrikan der Stärke 5 über den Süden von Florida zog und der Traum  von 
Miami to Key West - Daily  
in den tobenden Fluten des Atlantik versank.


(Der Hurrikan IRMA im Jahre 2017  hatte die Kategorie 4)

In dem Museum wird auch über die bis zu 4000 Arbeiter berichtet, die jeweils gleichzeitig an dem Bauwerk arbeiteten.
Sie verdienten damals knapp 2 Dollar am Tag und hatten mit  Moskitos (Gelbfieber) und absolut 
schlechten Lebensbedingungen zu kämpfen.
Arbeitsschutz oder ähnliches  gab es überhaupt nicht.
Insgesamt gab es in den 7 Jahren Bauzeit 800 Tote zu beklagen.

Wenn man großartige Bauwerke bestaunt, muss man auch immer an diese Seite der Wirklichkeit denken. 


Frei nach Bertold Brecht: 

Fragen eines lesenden Arbeiters

Cäsar schlug die Gallier.

Hatte er nicht wenigstens einen Koch dabei?











Freitag, 18. Oktober 2019

Mailbox - Teil 4 - Es ist nie zu spät......

                          Teil 4





 Übrigens, meine Lieben......,


es ist nie zu spät ...

für einen neuen Briefkasten!!

Key West - Teil 3 - Auf dem Weg nach Key West


                                                          Teil 3




                                                               Auf geht´s!

                     Key West - wir kommen!



Immerhin gut 200 km lang zieht sich der Highway über die 
Keys bis zur letzten Insel dieser Inselkette - nach Key West.


Dies ist ein Bild von der Seven Miles Bridge. Sie galt nach ihrer Fertigstellung (1982)  als Achtes Weltwunder und großer Triumpf  der Technik und der Ingenieurskunst.
Diese Brücke verbindet  Vaca Key und Bahia Honda.

Unterwegs gibt es auf den Inseln einiges zu entdecken!

Zum Beispiel können wir uns auf Key Largo die 
                              AFRICAN QUEEN
angucken. Es handelt sich tatsächlich um 
das echte, kleine, alte Schiffchen, das die großen Abenteuer mit Humphrey Bogart und Katharine Hepburn  mehr oder weniger gut überstanden hatte.





Der Film entstand 1951  und handelt vom Kampf der Beiden
gegen die Deutschen  in Deutsch - Ostafrika.
In dem Film versinkt das kleine Boot auf dem Grund eines Sees.
Aber zum Glück ist ein Film eben nur ein Film und deshalb liegt das alte Boot heutzutage nicht im tiefen Wasser, sondern  in dem kleinen Hafen von
Key Largo und wartet darauf, interessierte Gäste
raus auf´s Meer zu schippern.
Ob dabei der alte Schornstein  auch wieder dampft, haben wir leider nicht in Erfahrung gebracht.



Unseren  nächsten Stop machen wir bei             
                 ROBBIE´S!

ROBBIE´S  ist ein Restaurant, das direkt am Wasser liegt und für seine gute Küche (natürlich Fisch) bekannt ist.

Bekannt ist aber auch, dass bei 
ROBBIE´S die Wände mit 
1 Dollar - Scheinen  tapeziert sind. Jeder Gast, der sich hier verewigen möchte, darf seinen Dollar an die Wand tackern, mit Namen oder ohne, mit einem Gruß oder ohne - egal. 




Wir schätzen den Dollarreichtum an diesen Wänden auf mehrere 
Tausend Dollar - vielleicht?










Während wir uns über unsere Fischplatte hermachen, erscheint dieser kleine grüne Drache und streift bettelnd durch das Lokal und an den Gästebeinen vorbei! 

Alle bleiben locker....
Allgemein wird nur schnell das Handy gezückt, ein Foto geschossen und weitergegessen!! Don´t worry.......


Da haben es diese schönen Grouper schon schlechter getroffen.
Gerade ist ein Fischerboot gelandet, und der frische Fang wird sofort  zubereitet und portioniert! 

Das geht ruckzuck, und die Reste werden 
einfach ins Wasser geworfen. Dort tummeln sich  kleine Haie 

und andere Fische, die begierig nach
dieser leichten Beute schnappen. Irgendwie gruselig.

Aber WIR haben ja auch gerade eine köstliche Fischplatte vertilgt......und mussten uns
dabei nicht einmal um die besten Stückchen prügeln!!

Nach dieser ausgiebigen Pause bei
ROBBIE´S Restaurant
geht´s weiter Richtung Süden!

Rechts neben dem neuen Highway tauchen jetzt die Überreste
einer  Eisenbahnlinie auf!



Diese Eisenbahnlinie, 

die Florida Overseas Railroad,
wurde 1912 fertig gestellt. 
Sie verband Miami mit Key West. 

Ein altes Plakat  aus den 1920er Jahren.






Henry Morrison Flagler war durch Erdöl sehr reich geworden, besaß eine Eisenbahngesellschaft. 
Ab 1885 begann er mit dem Bau der Eisenbahnverbindungen 
an der Ostküste Floridas und 
schuf so die touristische Erschließung dieser Gebiete. 
Er wird auch der ´Vater Miamis´ genannt.

Nachdem 1905 die Vereinigten Staaten den Bau des Panamakanals ankündigten, war Flagler daran interessiert, Key West mit dem Festland zu verbinden, dort einen Tiefwasserhafen zu betreiben und so die Handelsverbindungen zur Karibik und Südamerika zu erleichtern. Schon während der Bauarbeiten drohten 
drei Hurrikane das Projekt zu stoppen.




Am 22. Januar 1912:
Flagler erreicht Key West mit "seiner Eisenbahn".



Der Bau wurde  dennoch 1912 fertig gestellt und  man kann sich gut vorstellen, wie stolz Flagler  mit seinem eigenen Eisenbahnwaggon als erster die Strecke von 
Miami nach Key West befuhr. (Flagler starb 1913.)

Im Jahre 1935 wurden Teile dieses einmaligen Bauwerkes
von einem Hurrikan der Stärke 5 zerstört. 
Die Eisenbahngesellschaft hatte nicht mehr die Mittel, 
diese Zerstörungen reparieren zu lassen.
Die verbliebenen Teile wurden an den Staat Florida verkauft 
und sind heute ein historisches Denkmal.



Ja, so war die Geschichte dieser unglaublichen Eisenbahnlinie.
Wir sind beeindruckt davon, was  Menschen alles schaffen können, wenn sie ihre Kraft, ihre guten Ideen 
und ihre Willensstärke nutzen.....
für friedliche Zwecke.

Aber zurück in die Gegenwart. 
Wir befahren  mit wirklich großem Respekt den Highway 1, 

der uns schließlich bis nach Key West bringt.

Es ist ein sehr heißer Tag, und wir sind froh, 
als wir endlich Key West erreichen,  
unser Hotelzimmer einnehmen 
und uns erst einmal unter der Dusche abkühlen können.














Donnerstag, 17. Oktober 2019

Back on the road - Teil 2 - Bruno back on the road

Teil 2 


Ein Trip nach Amerika 

      ohne Bruno ist möglich  - 

     aber sinnlos!




Liebe Fans und solche, die es noch werden wollen...
Danke für die vielen  besorgten  Nachfragen......
Ich bin tief gerührt and I will 
- how ever -  geben all my best for you!


Bruno back on the Road is back on the road!

Yes!

I bin die inspiration  for my dear friends Ute&Harry.
Because my Denglish is geworden much more better nun.
So I will help to erzählen  von our trip.


Ein Trip ohne Bruno ist möglich -  aber sinnlos.
(Alte Weißheit!)









Mittwoch, 16. Oktober 2019

Teil 1 - Florida im Herbst, Winter 2019


                                                                         Teil 1
                 


                              7760  km -

               von Frankfurt nach Miami
                          
            Das schafft man doch im Schlaf!




 Ich reibe mir die Augen - 

ein 10 Stundenflug ist wieder mal geschafft!!
                   
                   Ganz locker und ohne Probleme. 

Der riesengroße Airbus 380 (mit zwei Etagen !)
war mit ca. 800 Passagieren 
bis auf den letzten Platz besetzt, 
und die  emsigen Flugbegleiterinnen 
hatten mit  ihren mehr oder weniger 
disziplinierten Gästen alle Hände voll zu tun. 

Als endlich alle Passagiere mit Essen versorgt waren 
und ein guter Schluck Wein oder Sekt auch 
die letzten unruhigen jungen Leute  beruhigt 
und ihnen den fehlenden Schlaf gebracht hatte, 
konnte ich mich auf  das Unterhaltungsprogramm, 
sprich - die Filme  - freuen. 

Aus einem Angebot von über 100 mehr oder weniger aktuellen Filmen suchte ich mir aus, 
was mich interessierte.......und 

schlief sofort und immer wieder ein.
Wie ärgerlich!

Plötzlich  fiel mein Kopf  vornüber, 
ich wurde wach,

und  hatte schon wieder einen Teil des Films verpasst...

und ...  schlief sofort wieder ein.

Wahrscheinlich lag es an der Auswahl der Filme, oder?

Egal!

Dafür fühle ich mich nun - an unserem ersten Tag - 
ziemlich ausgeschlafen und voller Tatendrang!





Der stolze Harry mit seinem neuen Dodge




Wir haben 2 Tage Zeit, um die nur 250 km 
nach Key West zu fahren.
Erst ab Donnerstag haben wir dort ein Zimmer reserviert!
So haben wir Zeit und Muße, uns ca. 30 km südlich von Miami 
in der kleinen Stadt Homestead 
umzusehen und von dort aus in die Everglades zu fahren.

Wir  können  erst einmal in Ruhe einkaufen und uns mit ein paar herrlichen Früchten von Roberts Farm eindecken.





                  Robert ist selbst sein bester Verkäufer!




Robert hat durch  seine Freundlichkeit,  seinen Einfallsreichtum
und  seine Tatkraft ein tolles Geschäft aufgebaut!



Mit diesen einfachen Landmaschinen  haben die ersten Siedler dem sumpfigen Boden  mühsam die ersten Ernten abgerungen. Man hielt das Land damals für  ziemlich wertlos.
Es gab Pläne, das  gesamte Gebiet mit Kanälen zu durchziehen und trocken zu legen.



Auch Harry braucht dringend Vitamine



Von Roberts Farm aus führt die Straße direkt in die Everglades.








Nach und nach erkannte man den Wert dieses Öko - Systems und erst 1947 (unter Präsident Truman) wurde der Süden Floridas mit seinen riesigen Wasser - und Sumpfflächen 
und dem unglaublichen Artenreichtum unter Schutz gestellt 
und zu einem Nationalpark erklärt.





Mit diesen wunderschönen Eindrücken endet 
unser erster Tag hier in Florida.

So langsam stellt sich das Gefühl ein: 

Wir kommen an.......