Freitag, 7. Juni 2019

Arches National Park - Teil 11: Im Arches National Park



Für diesen Park hat sich unsere Mutter Natur 
wieder mal etwas Neues ausgedacht!

Hier gibt es eine Vielzahl  von Arches - Steinbögen - die alle durch Erosion entstanden sind.
Der Zahn der Zeit hat genagt und genagt, 
wenn es sein musste, 
ein paar Millionen Jahre lang und siehe da, 
wieder war ein neuer Arch entstanden.

(Was sind hier schon ein paar Millionen Jahre?!)




Der Landscape Arch  
ist der  längste und dünnste der Arches in diesem Park.

(Weltweit bringt er es leider nur auf Platz 5 !)

Im Jahre 1991 saß eine Wandergruppe unter diesem Arch
 und machte Picknick!
Da hörten sie es grollen, und der Felsen rumorte! 

 Ein dicker Felsbrocken löste sich und polterte 
unweit der Gruppe ins Tal!
Die jungen Leute kamen mit dem Schrecken davon, 
aber sie werden wohl nie wieder 
unter einem Arch ein Picknick machen! 





Auf dem Weg zum 
Landscape Arch!

Gerade hatten wir mit jungen Leuten gesprochen, deren Urgroßeltern  ca. 1930 aus Deutschland  in die USA
eingewandert waren.

Immer wieder werden uns diese Geschichten erzählt, wenn Leute hören, dass wir Deutsch sprechen.

Im Schatten dieses Felsens ließ es sich wunderbar ausruhen.

Manchmal muss man ziemlich weit laufen, 

um vom Parkplatz aus 
so einen Arch zu erreichen. 
Hin und zurück kommen locker mal 3 bis 4 km zusammen. 
Und beim 4. oder  5.  Arch fragen wir uns, 
ob wir den auch noch sehen müssen! 

Unser Wasservorrat ist aufgebraucht, 
die Sonne brennt, 
es sind vielleicht 30 Grad (da wo Schatten ist) 
und ..... Arch bleibt Arch, oder?!

Ich will damit nur sagen, dass so ein Nationalpark ganz schön anstrengend sein kann. 

Auf jeden Fall sind wir froh, 
dass wir  einigermaßen trainiert sind.



Aber DIESEN  müssen wir uns dann zum Abschluss doch noch ansehen!
Schließlich ist er das Wahrzeichen Utahs und

 im Nummernschild 
aller Autos zu sehen!




Es ist der  Delicate Arch!
Er ist 16 Meter hoch und interessant ist vielleicht noch, 
dass anlässlich 
der Winterspiele 2002 in Salt Lake City
der olympische Fackellauf 
durch diesen Bogen ging.


Während der Rückfahrt zum Visitor Center begegnen uns noch diese  steinernen Gesellen.
Oft fragt man sich wirklich, wie lange diese Felsen noch da an ihrem Platz balancieren werden.


Mit dem Blick auf diese steinernen Wächter
verabschieden wir uns aus dem Arches National Park

und haben nun auch erst einmal genug
Felsen und Felsen und Felsen und Landschaft gesehen!

Wir freuen uns auf die Stadt


Salt Lake City

Moab - Teil 10: Moab - eine geschäftige, kleine Stadt

Moab
- eine geschäftige, kleine Stadt,
mitten in der Felsenwüste gelegen.


Von hier aus kann man tolle Ausflüge in die umliegenden Nationalparks machen. Hier starten die
Mountain Biker zu ihren halsbrecherischen Touren,
die  gut ausgerüsteten, vernünftigen Wanderer,
die Mutigen, die unbedingt eine Raftingtour  auf dem Colorado oder Green River machen müssen,
oder  die, die mit Motorrädern durch die Berge knattern!


Wir bleiben gleich zwei Nächte hier, denn hier ist ´was los´,

 und  wir genießen das Gefühl, mal wieder in einer Stadt  
und von vielen Menschen umgeben zu sein!

Wir gehören natürlich zu den 
gut ausgerüsteten, vernünftigen Wanderern 
und besuchen von hier aus den 

Canyonlands National Park 
und den
 Arches National Park!


                          Übrigens beginnt                        
                   die Geschichte der Nationalparks 
 im 19. Jahrhundert in den
Vereinigten Staaten von Amerika. 

Dort wurde 1872 mit dem Yellowstone National Park 
der weltweit erste Nationalpark gegründet, 
um die herausragende Schönheit 
dieser Naturlandschaft für alle Menschen zu bewahren.

Erste Ideen zur Bewahrung der teilweise noch völlig unberührten Natur wurden schon 1832 
von dem Maler Georg Catlin (1796 - 1872) formuliert.

Catlin war ein begeisterter Portrait - Maler 
und reiste immer wieder durch Indianergebiete. 
Niemals sei ihm etwas Böses widerfahren, berichtete er. 
Er fertigte im Laufe der Jahre so gute und detaillierte Portraits 
von Indianern und ihren Lebenssituationen an, 
dass später die Regisseure und Darsteller 
in Hollywood seine Gemälde studierten, 
um möglichst genaue Darstellungen zu erreichen.

Aber zurück zu den Nationalparks!

Wir freuen uns jedenfalls sehr , 
dass es hier in den USA so große und wunderbare Regionen 
und Landschaften gibt, die unter Schutz gestellt wurden. 

Heute werden die Nationalparks und ihre Einrichtungen 
sehr gepflegt und dienen der Bildung und Erholung.
In dem  jeweiligen Visitor Center haben Ranger 
 jede Menge Informationen parat, machen Führungen,
und es gibt immer einen Film 
mit wunderbaren Bildern, 
der über den Park berichtet, 
über die  Entstehung der Landschaft vor Jahrmillionen und
seine Pflanzen- und Tierwelt!


Auf, du junger Wandersmann... keine Müdigkeit vorschützen!
In jedem Park gibt es herrliche Wege über Stock und Stein!


Dieser Felsen sieht fast so aus
als hätte eine riesige Maschine ihn abgefräst.
Trotz der wirklich schwierigen Bedingungen schaffen Pflanzen es immer wieder, herrliche Blüten hervor zu bringen.


Auf diesem Bild kann man ganz gut erkennen,
wie die Flächen der großen Ebenen eingebrochen und ausgewaschen worden sind.

Die Autospuren, die man unten auf der Ebene sehen kann,
 stammen von Lastwagen. 
Hier wurde bis in die 1960er Jahre 
Uran abgebaut und abtransportiert.

Heutezutage  nutzen die Ranger diese Wege. 
Vereinzelt dürfen sie von  
Jeeptouren und Bikern befahren werden.


Wir sind hier etwa 3000 m hoch! Die Sonne scheint intensiv! 
Gut, dass wir uns ordenlich mit Sonnencreme geschützt haben!!

Außerdem ist das  Wassertrinken total wichtig!
Der Ranger sagte: Trinken Sie so viel Sie können......
und dann noch 2 Liter hinterher!
Empfohlen werden in diesem Klima und dieser Höhe
6 Liter Wasser am Tag!!!! 







Ehrlich gesagt, 
schaffen wir keine 
6 Liter......
nicht mal zu zweit!





















Donnerstag, 6. Juni 2019

Monument Valley - Teil 9: Im Monument Valley


 Im Monument Valley




 Monument Valley 

- ein Highlight unserer Reise.

Bisher waren schon so viele Felsen und  so viele Landschaften  sehr, sehr  eindrucksvoll. 

Aber dieses Monument Valley ist wirklich etwas Besonderes.

Oder ist es nur die Nostalgie der alten Westernfans?

Für uns ist hier der Inbegriff des Wilden Westens!

Und wer hat Schuld?

Schuld hat John Ford.

Der Regisseur John Ford hat in den Jahren von
1939 bis 1956
hier im Monument Valley vier Western gedreht!
Und damit hat  er den Mythos - 
so war der WildeWesten - 
geschaffen.

Sein Lieblingsschauspieler war John Wayne.
Auch Sergio Leone und viele andere Regisseure nutzten

 das Monument Valley als Kulisse,
z.B. für den Film: Spiel mir das Lied vom Tod.

Das Monument Valley, aber auch die ähnlichen Landschaften beiderseits des Highway 191, dienen auch heute oft der Werbung für Zigaretten, Motorräder, Autos, Tourismus.



Dadurch ist dieses landwirtschaftlich kaum zu nutzende
Gebiet als der Wilde Westen  bekannt geworden und bietet den Indianern eine gute Einnahmequelle.


STAGECOACH
 war der erste Film, 
den John Ford im Monument Valley mit John Wayne drehte.


An diesem Point hat John Wayne gern gestanden
und die Felsen bewundert!

Das Monument Valley gehört zum  

Reservat und Stammensgebiet der  Navajo - Indianer.
Hier leben ca. 300 Navajo.

Auch in diesem Valley gibt es  

alte Wohnhöhlen und Felsenbehausungen, 
die den Besuchern allerdings nicht geöffnet und gezeigt werden.


Die Navajo - Indianer haben spezielle Kenntnisse über die heilende Wirkung der Pflanzen, die hier trotz der großen Hitze und Trockenheit gedeihen.

Wir  Touristen dürfen mit dem Auto eine erstaunlich lange, 
(und bei dem heftigen Wind)     erstaunlich staubige Piste 
entlang fahren und entdecken u.a. diese Felsen: 


Dieser hier erinnert ein wenig an
 einen dicken, großen Elefanten und heißt :
Elephant Rock



Diese Felsen heißen Three Sisters.......
                   ich finde, es sieht aus als ob die beiden großen Sisters mit der kleinen Sister schimpfen.......





















The Castle - Rock -
uneinnehmbar wie eine Burg



Aber das für mich  größte Abenteuer wartet  noch auf mich:

 Ein Ritt durch das Monument Valley!





Das stand ganz oben auf meiner To - do - Liste!











Und die anderen Punkte 
                        werden auch noch abgearbeitet!!




Als wir das Monument Valley gerade verlassen wollen, entdecken wir im Visitor Center  einen Hinweis  und Infos  über die 
Navajo Code Talkers!
Wir können uns zunächst gar nichts darunter vorstellen und stolpern unwissend in die Bildergalerie.




Wir entziffern die Infotafeln und  dann wird uns 
der Sinn dieser Ausstellung deutlich!

Die Navajo haben während des 1. und 2. Weltkrieges die militärischen Informationen mit Hilfe eines alten Navajo Dialekts verschlüsselt! 
Während des 2. Weltkrieges traten (mehr oder  weniger freiwillig) ca. 400 bis 500 amerikanische Ureinwohner in den  Dienst des Militärs. 
Ihre Hauptaufgabe bestand darin, 
geheime taktische Botschaften zu übermitteln.

Der Dialekt der Navajo ist mit keiner Sprache auf der ganzen Welt verwandt und konnte von den Japanern und auch den Deutschen nicht entschlüsselt werden  und 
trug so zum Sieg der Amerikaner im Pazifik bei.
Wenn es in der Navajo  -  Sprache kein Wort für einen Militärbegriff,  wie z.B. U - Boot gab, 
umschrieben es die Navajo mit   Eisenfisch!




Diese Navajo Code Talkers erhalten 2018 als alte Männer 
                   Ehrungen für ihren mutigen Einsatz im 2. Weltkrieg.



Der amerikanische Kriegsfilm: Windtalkers
beschäftigt sich mit diesem Thema.

Wir sind von der Ausstellung und den Informationen,
die wir hier bekommen haben, mächtig beeindruckt,
denn davon hatten wir wirklich noch nie etwas gehört.

Wir verabschieden uns
dann ganz still und nachdenklich
von diesem unglaublichen und einmalig schönen Teil
unserer
unglaublichen und einmalig schönen  Mutter Erde.




Montag, 3. Juni 2019

Monument Valley - Teil 8: Auf dem Weg zum Monument Valley




Auf dem Weg zum Monument Valley





                                 Die unendlichen Straßen, 
                    die durch das unendliche Canyonland  führen,                                                         sind schier unendlich!

Rechts und links Felsen - variierend in Rot, Beige, Braun 
               und alle Schattierungen dazwischen.




Hier ist es überall so trocken und heiß, dass es kaum menschliche Ansiedlungen gibt. 
Hier scheinen nur in den Städten Menschen zu leben. 
Alles andere ist totale Stein- und Felsenwüste.






                Zum Glück haben wir ein spannendes Hörspiel, 
                   das uns die Zeit  ein  wenig vertreibt!

                                             Und dann das!! 




Ganz unvermittelt und plötzlich werden wir aufmerksam gemacht auf den Wilson Arch, einen riesengroßen Felsenbogen,
direkt an der US  Route 191!


Und.....ganz weit oben sehen wir einen Menschen!
Ist das zu glauben?!
Also müssen wir da auch rauf!
Schnell rechts ran, raus aus dem Auto und los geht´s.











Harry springt mal wieder wie eine Bergziege
den  den Berg hinauf!
Ich schnaufe ein bisschen, aber dann habe auch ich es geschafft!





Besonders diese Fläche kurz vor dem Bogen 
hat mir zu schaffen gemacht! War irgendwie ein bisschen unheimlich so ein glatter Felsen.

Aber auf allen Vieren  hab ich das dann locker bewältigt!
(Gut, dass es davon kein Foto gibt)



Und tatsächlich! Wir haben es geschafft!
Der Wilson Arch ist bezwungen!!





Bei genauerem Hinsehen ist die öde Steinwüste  an vielen Stellen auch gar nicht so öde!
Diese entzückenden, zarten,  weißen Blüten trotzen
der Sonne und der Trockenheit!!
Wir haben sie in ziemlicher Höhe gefunden!
Sind das Mohnblüten?





Noch eine Sehenswürdigkeit unterwegs:
Der Mexican Hat.
Die Felsplatte balanciert wie ein Sombrero
auf dem Felsen.


Und dann kündigt es sich endlich an!

Monument Valley

Darauf sind wir ganz besonders gespannt!!!!!!




Canyonlands - Teil 7: Durch die Canyonlands



Die Felsnadeln geben diesem Nationalpark seinen Namen!


Durch die Canyonlands




Der Colorado River und der Green River, 
die Bewegungen innerhalb der Erde
 und Sonne, Wind , Regen, 
Eis und Schnee haben Unglaubliches geschaffen.

Dieses Bild habe ich mir "ausgeliehen".
Eine Profikamera kann die Wirklichkeit wenigstens ein bisschen besser weitergeben.





Auch Bruno war jetzt nicht mehr zu halten!




Dass er aber gleich am Abhang in den Büschen herumkrabbeln musste, hat besonders mich doch sehr beunruhigt. 

Er ist manchmal etwas leichtsinnig.
Das hat er von Harry.
Gut, dass wir den Burschen rechtzeitig wieder einfangen konnten!

Und auf diesen Burschen muss ich auch tüchtig aufpassen.

Er wagt sich immer wieder dicht an die Kante heran.

Für dieses Foto musste ich tüchtig schimpfen......

Er  sollte so stehen bleiben,
 wollte aber am liebsten auf den allerersten Felsen klettern....