Freitag, 11. November 2022

Teil 15 im November 2022, Tropensturm Nicole




Am 10. November zog der Tropensturm Nicole
über Florida hinweg.
              Tropenstürme und Hurricanes sind im November                 eigentlich ganz ungewöhnlich
Besonders und schwer betroffen war die Südostküste.

Hier auf Anna Maria Island
                   haben wir zum Glück nur starken Regen und                           heftigen Sturm gespürt.



Aber das Meer hat gebraust und getobt und nach unserem kleinen Ausflug waren wir froh, als wir wieder im Apartment waren.







 Und heute Morgen ist alles so wunderschön wie immer. Der Spuk ist vorbei!
Die Sonne scheint und ein langer Strandspaziergang entschädigt für einen  Tag im Apartment!!

Dienstag, 8. November 2022

Teil 14 im November 2022, Dia de los Muertos

                                     

Ungefähr zwanzig Fahrminuten von AMI entfernt liegt das Künstlerdorf Village of the Arts. Hier leben viele Künstler und Künstlerinnen, es gibt Galerien und Werkstätten, medizinische Einrichtungen, Kindergärten und Cafés.

 In entzückenden, kleinen Restaurants kann man sich stärken und Spezialitäten genießen.

Durch eine Sondererlaubnis der Stadt Bradenton ist es den      Artists in Residence erlaubt in den Häusern zu arbeiten und ihre Werke auch vor Ort zu verkaufen.

Noch vor dreißig Jahren galten die Häuser in diesem Stadtteil als baufällig und Schandfleck. Aber inzwischen wurden die meisten restauriert und mit bunten Farben und kreativer Bemalung selbst zu Kunstwerken!

                    Und im Village of the Arts ist mal wieder was los.                                           

                               Da müssen wir natürlich hin!

                                     Am 1. November ist  nämlich

Der Tag der Toten,

der

"Dia de los Muertos",

einer der wichtigsten mexikanischen Feiertage.

Allerdings wird dieser Brauch inzwischen  mit dem in Amerika so geliebten Halloween vermischt.
Manchmal ist es wohl 
auch  die Lust am Verkleiden, 
am Schminken und ´Sich gruseln`.
Die Mexikaner sehen den Tod  
als Teil des Lebens.
Nach altem mexikanischen Glauben kommen
 die Toten einmal im Jahr zum Ende der Erntezeit 
(gut überlegt, oder?)
zu Besuch und feiern gemeinsam mit den Lebenden 
ein fröhliches Wiedersehen 
mit Musik, Tanz und gutem Essen.
Deshalb werden auch die Straßen geschmückt mit Blumen und Symbolen 

der Vergänglichkeit.


Diese charmante junge Dame sitzt im Vorgarten eines schönen Hauses und kann ganz bestimmt die Zukunft voraussagen!

Oder kann sie mit denen sprechen, 
die schon von uns 
gegangen sind?


 

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Die Vorbereitungszeit für diesen Tag und dieses Fest beginnt schon im Oktober und endet eigentlich am 2. November.     
Es wird der Verstorbenen gedacht, und ihr Andenken wird fröhlich gefeiert.
Die in den USA
lebenden Mexikaner feiern 
dieses Fest inbrünstig, fantasievoll und fröhlich 
mit der ganzen Familie, 
manchmal auch gleich direkt auf dem Friedhof.  

Mit dieser so toll geschminkten Lady habe ich mich ein bisschen unterhalten. Sie ist extra aus Texas angereist, besucht Freunde und feiert begeistert diesen  Dia de los Muertos. 

Das ist ihre Freundin! 
Zusammen haben die Beiden ungefähr zwei Stunden zum Schminken und Anziehen gebraucht und bestimmt viel Spaß gehabt dabei!

In diesem Gartenlokal wollte uns das Essen gar nicht so richtig schmecken! Es waren so viele Gäste ohne Appetit da!!




              Diese Lady hat murmelnd und beschwörend                             in ihr Haus eingeladen! 
                     Die Innenräume sind über und über dekoriert!                        Hier ein paar Details!
Ein kleiner Altar zur Erinnerung an einen geliebten Menschen.
Wenn man ein bisschen darüber nachdenkt,
ist es doch eigentlich gar nicht so schlecht,
das Andenken an unsere lieben Verstorbenen
fröhlich zu feiern, oder?

Von draußen erklingt lustige Mariachi Musik. 
Die Texte können wir leider nicht verstehen, aber sicher handeln sie auch von Liebe und Tod und anderen menschlichen Katastrophen.


In einer anderen Straße spielen diese jungen Leute vom                                         South Florida College  modernen Jazz  und zeigen                           ihr Können auf verschiedenen Instrumenten.
         Das klingt für mich zum Teil wirklich gruselig und                       passt in diese gruselige Atmosphäre!!!! 


Dieser  Ausflug in eine ganz andere, uns völlig  fremde Welt
hat mal wieder Spaß gemacht, auch wenn wir dieses Fest und diese Gedankenwelt - wenn überhaupt - nur ganz oberflächlich verstehen können.


Um wieder zurück in unsere Welt zu kommen machen wir noch einen kleinen Besuch bei
                 Diese Brauerei bietet  viele verschiedene Biere                              an und hat tatsächlich den größten Biergarten                                                           Floridas zu bieten!
Nachdem die großen Jungs dann auch noch ein wenig von großen Autos träumen konnten, war unsere Welt wieder in Ordnung!





Samstag, 5. November 2022

Teil 13 im Oktober 2022, Straßenmalerei in Sarasota





Wir machen mit Freunden einen kleinen Sonntagsausflug          nach Sarasota.
(ungefähr 30 km von Anna Maria Island entfernt).

Dort findet in dieses Jahr das  
Straßenmal- Festival statt.

Eigentlich ist dieses Fest jedes Jahr  eine große Veranstaltung in Venice, ungefähr 50 km südlicher. Aber durch den Hurrican Ian haben die Leute dort leider ganz andere Sorgen als die Straßen                      mit Kreide zu bemalen.
Zunächst einmal sind wir erstaunt und entzückt, dass es in Sarasota eine kleine Historic Downtown gibt. Ein kleines Viertel, das den Bauboom der letzten Jahrzehnte überlebt hat.

Dieses Bild mag verdeutlichen, wie sich die Stadt entwickelt hat!


Hier ein paar Infos zu Sarasota, die Stadt, die  wohl gerade Boomtown ist! Es wird überall gebaut!              
Der Zuzug nach Florida ist ungebrochen, was wir nur zu gut verstehen können.
Auch ab 1860 erlebte die Gegend um Sarasota eine Welle von Zuwanderungen.  Die meisten Einwanderer kamen um  1885 mit der Ankunft einer Gruppe von Siedlern aus Schottland - sie sollten helfen, das kleine ländliche Dorf in eine                             geschäftige Gemeinde zu verwandeln. 
Diese schottischen Farmer wurden mit einer Serie von Werbeaktionen, die Sarasota als die reichste und schönste Gegend in Florida anpriesen, angelockt.
Als sie allerdings kurz vor Weihnachten 1885 dort ankamen, wurden sie nicht von einer geschäftigen, blühenden Gemeinde, wie ihnen versprochen wurde, empfangen, sondern von einer ausgefahrenen Schotterstraße, ein paar Hütten und einem einzigen größeren Gebäude. 
Die „Stadt" Sarasota existierte nur auf dem Papier. Doch die neuen Siedler waren kühn und widerstandsfähig, und mit gegenseitiger Hilfe bauten sie Straßen, Schulen, Wohnhäuser und Farmen. 
Auch die folgenden sehr harten Winter (es fiel Schnee in der Sarasota Bay) überlebten sie.

Die Bedeutung des Tourismus wurde auch damals schon erkannt. Eines der ersten Gebäude war das großartige Bayfront Hotel,       das „DeSoto". 

Dampfschiffe von Tampa und Züge vom „Panhandle" (der Nordwesten Floridas) kamen in die sich rasch entwickelnde Stadt Sarasota mit Besuchern, die das Fischen, die Jagd und die Schönheit der Umgebung genießen wollten.

Viele Besucher blieben und auch die in Tampa stationierten Soldaten des „Spanisch-amerikanischen Krieges" verließen die Armee und siedelten sich in Sarasota an. 

Mit einer Steigerung der Einwohnerzahl um 42 % in 10 Jahren wurde Sarasota im Jahre 1902 zur „Stadt" ernannt. John Hamilton Gillespie wurde er erste Bürgermeister. Gillespie, Sohn eines schottischen Adeligen, belebte den Tourismus in Sarasota, indem er einen der ersten Golfplätze Amerikas bauen ließ.
 
Auch nach dem 2. Weltkrieg siedelten sich viele ehemalige Soldaten hier in Südwest - Florida an.
Die Schönheit Sarasotas lockte in den Jahren um 1900 auch  den Geschäftsmann an, der den meisten Einfluss auf die Geschichte Sarasotas haben sollte -
 den Zirkus-Magnaten John Ringling.
Sein Bruder Charles und er kauften viel Land in Sarasota und Umgebung auf. John Ringling erwarb ein Grundstück nördlich von Sarasota und baute dort den berühmten Ringling Komplex mit dem Kunstmuseum, dem Wohnhaus Ca’d’Zan (das ist ein venezianischer Dialekt und bedeutet „Haus des John" ) und dem Zirkusmuseum. Gebaut wurde von 1924 – 1926. Einiges wurde dann erst nach der Weltwirtschaftskrise fertig gestellt.
John Ringling investierte auch viel in Grundstücke auf den vorgelagerten Inseln. Er besaß alles, was er von seinem Haus sehen konnte, von St. Armands Key (Lido Key) bis zum südlichen Longboat Key. 
                         Das Wohnhaus der Ringlings

Sein Plan war es, das Festland mit einer Serie von Brücken mit den Inseln zu verbinden, so dass der Automobilverkehr bequem das von ihm geplante Luxushotel auf Longboat Key erreichen konnte.

 Schließlich wurde auch eine Brücke nach Lido Key gebaut, aber Ringlings Ritz-Carlton Luxushotel wurde nie vollendet und der Bau der Brücke nach Longboat Key wurde abgebrochen, als 1929 der Aktienmarkt zusammenbrach.

Doch Sarasota entwickelte sich weiter, nicht zuletzt durch die Rivalität der Ringling Brüder, die sich gegenseitig mit dem Bau von diversen Gebäuden übertrumpften. 
Der Bauboom in den zwanziger Jahren wurde durch den Zusammenbruch an der Wall Street jäh unterbrochen. 

Einige Hurrikans zerstörten große Teile der Stadt und töteten hunderte von Menschen. 
Aber wieder half John Ringling der Wirtschaft Sarasotas, indem er es zum „Winterhome" seines damals weltbekannten Zirkus´ machte.
Einen neuen Boom gab es in den späten 1940er Jahren, als viele Jungverheiratete auf der Suche nach erschwinglichen Häusern nach Sarasota kamen. Die Besiedelung beschränkte sich zu diesen Zeiten hauptsächlich auf das Festland.
Erst als die Grundstücke auf dem Festland durch Grundstückspekulationen zu teuer wurden, wurden langsam auch die Inseln als Wohngegend genutzt. 
Heute allerdings befinden sich die günstigeren Grundstücke wieder auf dem Festland, und Sarasota wächst weiterhin beständig.
So weit ein kleiner Ausflug in die Geschichte Sarasotas, ohne die man kaum verstehen kann, was die Menschen hier in den vergangenen 150 Jahren geschaffen haben und welche Bedeutung die Ringlings mit ihrem Zirkus  für diese Stadt hatten und bis heute haben!   
Aber  nun zum eigentlichen Grund unseres Besuches. 
Gemalt wird in diesem Jahr nicht nur auf dem Straßenpflaster, sondern auf Pappe und dickem Papier. 
Die Kunstwerke sollen an verschiedenen Orten ausgestellt werden.
Die eingehenden Spenden und Eintrittsgelder kommen Künstlern zugute, die vom Hurrikan betroffen sind.


Da am morgigen Tag Halloween ist, haben sich einige                                            der jungen Künstlerinnen und Künstler                                  ziemlich gruselige Motive ausgesucht!



Eins der schönen, alten Häuser an der Pineapple Avenue






Ute und Heinz

                                                       Ute und Harry


Ein Stückchen weiter, um die Ecke rum,
sind die 3 D Bilder ausgestellt. Als Betrachter muss man sich an eine bestimmte Stelle stellen, dann wirkt das Gemälde plastisch.






      

Diese sind doch schon ganz gut gelungen.

                        Hier wird noch gearbeitet.                                                      Die Bilder bekommen den letzten Schliff                                                                          und den letzten Pinselstrich.
                       Dieses Bild scheint uns am besten gelungen zu sein.
Es sieht doch wirklich so aus als würde der kleine Vogel aus dem Glas heraus klettern, oder?!
 



Dienstag, 1. November 2022

Teil 12 am 31. Oktober 2022 - Halloween

 




                Das war mal wieder ein lustiges Erlebnis. 



Hier ein paar Eindrücke vom gestrigen Abend.

                   Die Krönung war selbstverständlich,                                           dass der leibhaftige Elvis anwesend war.
Leider hatte er  Priscilla mitgebracht!






Er war der Star des Abends! Auf einem Einradroller rollerte er herum und verzückte die Frauen!
Ein geschnitzter Kürbis






Die Hexenkolleginnen sind auch wieder da!

Hexentreffen vor 3 Jahren am gleichen Ort, zur gleichen Zeit!