Sonntag, 23. April 2023

Luckenbach, Teil 9, Luckenbach, Texas

 

Luckenbach liegt ungefähr 20 km von Fredericksburg entfernt und hat 3 (!) Einwohner.

Die kleine Ansiedlung wurde 1840 von deutschen Einwanderern, den Familien Luckenbach und Engel, gegründet. Obwohl sie ein Postamt, eine Tanzhalle und einen General Store eröffneten, erhielten sie keine Rechte für eine Stadtgründung.

Und so sind heutzutage tatsächlich nur 3 (!) Menschen offiziell Bürger von Luckenbach.

Das ist Hondo Crouch. Er hatte in den 1960er Jahren den General Store und das Postamt gekauft, sich selbst zum Bürgermeister ernannt und begonnen, das Zentrum der Countrymusic zu erschaffen!

Das sind Hondo Crouch und  Waylon  Jennings.
Hondo war der selbsternannte Bürgermeister von Luckenbach und Jennings hat mit dem Song:
`Luckenbach, Texas´
diesem Ort ein Denkmal gesetzt.


Luckenbach  entwickelte sich zwar nicht zu einer richtigen Stadt, aber hier ist ein Zentrum, der Wallfahrtsort der Countrymusic, mit kleinen und großen Konzerten entstanden.

 Die Bühne ist für jeden frei und jeder (der es kann) kann sich dazu setzen und auf der Gitarre oder dem Banjo mitspielen.
















 





Von Luckenbach bis Germany sind es nur      5285 Meilen!
Zwischen den Autokennzeichen aus aller Welt entdecken wir ein deutsches aus Winsen- Luhe.
Im  General Store gibt es heute nicht mehr viel, was ein Farmer gebrauchen könnte. Aber für Touristen und Countrymusic - Fans gibt´s einiges zu entdecken.
Wir sind erstaunt, wie viele Weingüter es in dieser Region in Texas gibt. Der Wein wird kaum nach Europa exportiert und ist deshalb bei uns kaum bekannt.


Man kann gemütlich per Ochs oder mit laut blubbernden Harleys hierher kommen!



Und wer Lust hat kann auch die ganze Geschichte lesen vom 
Center of the Universe


Freitag, 21. April 2023

Fredericksburg, Teil 8, Fredericksburg, Texas

 


Fredericksburg wurde1846 von Otfried Hans Freiherr von Meusebach gegründet und zu Ehren des Prinzen Friedrich von Preußen Friedrichsburg benannt.


Parade zum 50. Jahrestag der Gründung von
Fredericksburg

Man höre und staune:

Meusebach war der Generalkommissar des                 ´Vereins zum Schutze deutscher Auswanderer in Texas´, auch als ´Mainzer Adelsverein´ bekannt. 

Meusebach war Nachfolger von Carl Prinz zu Solms Braunfels, dem Gründer von  New Braunfels (1845).

Da kommen wir nächste Woche hin!

Zitat aus Wikipedia:

Die Stadt wurde in den nächsten Jahren von größtenteils von liberalen und gebildeten Deutschen aus dem Westerwald besiedelt, die vor der Unterdrückung in Deutschland vor und nach der 1848er-Revolution und den Folgen der Industriellen Revolution flohen. Der erste Siedler-Treck von 120 Personen erreichte Fredericksburg nach 16-tägiger Reise ab New Braunfels am 8. Mai 1846.

Die deutschen Bürger von Fredericksburg haben den einzigen bis heute gehaltenen und nie gebrochenen Vertrag mit Indianern vom Stamm der Comanchen dieser Gegend geschlossen. 

Das Kriegsbeil liegt im Sand. 
Meusenbach und Chief Comanche Old Owl reichen sich im März 1847 die Friedenspfeife.
Diese Statuen wurden zur 150 Jahr - Feier in einem kleinen Park bei der Vereinskirche aufgestellt.

Seit dem Founder’s Day im Mai 1996, wird am                       2. Wochenende im Mai die Unterzeichnung des Friedensvertrags am 9. Mai 1847 zwischen den deutschen Siedlern und den Comanchen mit einem großen Fest gefeiert.

Anders als der Staat Texas lehnten die deutschen Einwanderer das Halten von Sklaven ab. Deshalb weigerten sich viele Einwohner, während des Bürgerkrieges in der Armee der Südstaaten zu dienen.

 Sie mussten sich im Umland verstecken oder ins neutrale Mexiko  fliehen. 

Die texanischen Behörden (Texas Ranger) jagten sie, sperrten sie in Gefängnisse oder töteten sie auf der Flucht. 

Auf solchen Segelschiffen überquerten die deutschen Auswanderer von Bremerhaven aus den Atlantik.

Die ersten Häuser der Deutschen entstanden aus Holzbalken, Steinschichten und einer Art Mörtel. Meist hatten sie nur einen Raum, der als Küche, Essraum und Schlafzimmer diente.

In der kleinen Schule von Fredericksburg

Die Arbeitsmoral der Auswanderer! 
Viele mussten ja erst einmal Englisch lernen, um in ihrer neuen Heimat zurecht zu kommen. 
(Leider spiegelte das Schutzglas sehr).










Die zweite Generation der Auswanderer hatte es dann schon leichter und komfortabler!



Die Stadt entwickelte sich schnell, da im Laufe der nächsten Jahre Tausende deutsche Auswanderer kamen. In den Zeitungen in Deutschland wurde begeistert von diesen neuen Möglichkeiten berichtet. Dadurch entschlossen sich viele Menschen, den großen Schritt nach Amerika zu wagen.


Protestanten und Katholiken bauten eine gemeinsame Kirche.
Sie heißt noch heute `Vereinskirche´.
Sie diente auch als Schule und Versammlungshaus.



                   Sogar einen sogenannten Maibaum gibt es hier                    auf dem Marktplatz!
Der obere Teil:
Der untere Teil:

Stadtansicht in der Main Street
Nach so vielen Geschichtszahlen und alten Geschichten muss es abends unbedingt ein wenig Entspannung bei einem guten Glas Wein und Countrymusic geben.




Donnerstag, 20. April 2023

Enchanted Rock of Texas, Teil 7, Enchanted Rock of Texas


Aus dem sanften Hügelland der Texas Hills erhebt sich mit 165 Metern ziemlich plötzlich ein riesiger Granitberg,                      der Enchanted Rock, der verzauberte Berg.
Für die hier lebenden Indianer (Comanchen und Apachen) war der Berg heilig und mystisch und durfte kaum betreten werden.

Die ersten Europäer, die in diese Gegend kamen, haben die

Legenden um den Felsen übernommen  und aufgeschrieben.

Aber natürlich hatten sie gleich eine Erklärung zur Hand:

Wenn es tagsüber sehr heiß war und der Felsen nachts erkaltet, macht er Geräusche! Der Wind singt in den Felsspalten, es kracht und ab und zu poltert wohl auch eine abgesprengte Felsplatte gen Tal.
Zum Glück haben wir heute einen bedeckten Tag. 
Der Fels schweigt, ist außerordentlich still!
Wir hoffen, dass sich keine von den großen oder kleinen Felsplatten löst und uns mal eben mit ins Tal nimmt!
Ein schöner Blick über die Landschaft der Texas Hills

           Auch hier blühen überall schöne Frühlingsblumen!
             Kleine Pause auf halbem Weg zum Gipfel.
Die Flechten geben dem Granitfelsen eine schöne, intensive Farbe, wenn die Sonne drauf scheint.




Weiter geht´s Richtung Fredericksburg! 

Hier steht noch der alte General Store. Es gab alles, was die Rancher oder Farmer brauchten.

Der gute Rat an die Rancher und Farmer war:

             Was du hier nicht findest, brauchst du nicht.