Freitag, 13. Dezember 2013

Stationen unserer Reise in Bildern



Stationen unserer Reise in Bildern

Anna – Maria Island


 
Diese zauberhafte Insel ist über 3 Brücken mit dem Festland verbunden!
Von allem Schönen, das wir gesehen haben, hat es uns hier am besten gefallen!!!!! Der Strand ist schier unendlich und  sogar für uns geübte Strandläufer eine Herausforderung!                                                                                                          
Am oberen Teil der Insel befindet sich das Anna – Maria Beach Cafe´, ein  ganz einfaches Restaurant mit gutem Kaffee und jeden Abend Livemusik!
Dort haben wir gern gesessen, die Sonne beim Untergang bewundert und  den Tag bei einem Glas Wein ausklingen lassen.


An den  stürmischen Tagen war es  in dem  Motel besonders gemütlich, und wir waren froh, ein (sturmerprobtes) Dach über dem Kopf zu haben.




 

Und dann schien auch schon wieder die Sonne und nach einer gemütlichen Woche im Queens Gate Motel konnte die Fahrt weitergehen!






Englewood

Ist über auch nur über eine Brücke zu erreichen! Der Strand ist (für uns Strand - Verwöhnte) nicht so schön! Ziemlich viele Muscheln machen das Laufen am Strand nicht ganz so leicht und unsere Fußsohlen fangen schon bald an zu schmerzen! 




Dafür aber gibt es offenbar viel zu finden!
Die meisten Leute, die am Strand spazieren, tun dies mit gesenktem Kopf und gebeugtem Rücken!


 

Eine ganze Weile haben wir das beobachtet und uns gefragt, was - um alles in der Welt - wird denn hier so emsig gesammelt??
Die Antwort war: sharkteeth! 
 Hier findet man versteinerte Haifischzähne!! Warum gerade hier? 
Keine Ahnung!


Der Strand von Englewood ist zum Teil rau und unzugänglich und die Uferböschung und die Dünen müssen mit großen Geröllbrocken geschützt werden! Einige der Holztreppen hat das brausende Meer schon zerlegt!



Gasparilla – Island mit Boca Grande


Nach Boca Grande zu kommen, ist ziemlich teuer!


Um die  800 m lange Brücke vom Festland nach Gasparilla Island benutzen zu dürfen, müssen wir immerhin 6  Dollar bezahlen! (Dagegen ist die Gebühr von 1,25 Dollar für die gewaltige Skybridge mit ihren 8 km ja wirklich bescheiden).
 
Neben der Brücke kann man noch die alten Eisenbahngleise erkennen.










Aber hier auf der Insel sehen wir auch, warum!

Hier ist man reich! Hierher soll nicht jeder kommen. Hier ist alles schön und gediegen.


Die Häuser sind nicht einfach Häuser, sondern Villen, von großen Palmen beschattet und eifrigen Gärtnern gepflegt.   



  

 Hier fährt man mit Golfwägelchen, wenn man etwas besorgen muss. Man hat ein oder zwei edle Hunde auf dem Vordersitz und die Golftasche steht hintendrauf. Man ist lässig-schön gekleidet und sonnengebräunt und wirklich sehr, sehr freundlich!


Die Banyan Street!
Die Banyan – Bäume bilden ein dichtes Dach über der Straße!
Als im Jahre 2005 ein Hurricane über Boca Grande wirbelte, wurden einige der alten Äste abgerissen und ein Teil der Baumkronen  gestutzt!
Heute aber hat sich  diese schöne Allee erholt, das Blätterdach ist wieder zusammen gewachsen, und beim Durchfahren haben wir das Gefühl, in einem Tunnel zu sein.


Das alte Leuchtfeuer von Boca Grande wird in der Weihnachtszeit geschmückt und darf nach Sonnenuntergang noch mal in voller Pracht leuchten!!


 In den frühen 1880ern wurde an den Ufern des  Peace River, der in den Charlotte Harbor mündet, Phosphate gefunden, die für die Herstellung von Kunstdünger gebraucht wurden.



Um die Phosphate   auf große Überseeschiffe laden  und abtransportieren zu können, wurde in Boca Grande ein Hafen gebaut! Lange Piers, an die große Frachtschiffe anlegen konnten,  ragten in das Meer hinaus!

 Die Reste dieser  Piers  kann man heute noch sehen! Wie  Zahnstümpfe ragen sie aus dem Wasser und erinnern  an vergangene Zeiten!

 Boca Grande brauchte für die Sicherheit der Schiffe dringend ein Leuchtfeuer und so machte im Jahre 1888  der Congress 35 000 $ locker, um ein Lighthouse in Boca Grande an der Spitze von Gasparilla Island bauen zu lassen! Außerdem wurde eine Eisenbahnlinie gebaut, die 1907  ihren Betrieb aufnahm! Nun konnten die Phosphate auch in Eisenbahnwaggons transportiert werden!



Auch für  die Fischer war die Eisenbahn überaus wichtig!

Endlich wurde schnell und genügend  Eis geliefert, um den Fisch für den Transport frisch halten und  in die schnell wachsenden Städte transportieren zu können!

In dem Lighthouse befindet sich heute ein kleines Museum.

Besonders gern betrachten wir  die alten Fotos.


Wie einfach die Menschen hier damals lebten! Sie waren eingewandert  aus Griechenland und Spanien. Die Familien waren arm, Man lebte vom Fischfang, hatte  kleine Hütten und einige Boote. Erst mit dem beginnenden Tourismus erkannte man den Wert dieser wunderschönen Insel!

 Es leben hier heute noch sieben Familien in der fünften Generation.


In dem alten  Bahnhofsgebäude befinden sich heute Restaurants und Geschäfte!






Geliebt und auf Hochglanz poliert:



Die Feuerwehr von

Boca Grande



Sanibel Island

Sanibel Island ist bekannt für seinen Muschelreichtum.
Und darum gehen auch hier die Menschen fast nur mit gesenkten Köpfen  und krummen Rücken am Strand entlang!
Man spricht deshalb vom „Sanibel Stoop“, dem „Sanibel – Buckel“






Am prächtigsten sind die Meeresschnecken. Manche sehen aus als seien sie aus Porzellan, andere sind gezackt oder wie von Künstlerhand mit Bändern und Tupfen bemalt .
Von Insidern erfahren wir, dass Muschelsucher ganz früh aus dem Federn müssen! Sonst schnappen andere Muschelsucher die besten Stücke weg!
Die schönsten Funde machen Kenner am Morgen nach einem Sturm in der kühleren Jahreszeit.






Mittwoch, 11. Dezember 2013

Edison - der große Erfinder



Edison –
        der große Erfinder



„Ein Junge mit 1000 Ideen“
 

Dieses Buch hat  Harry als Kind gelesen und  kann sich noch gut an viele Einzelheiten erinnern! Er erzählt, dass  ihn damals besonders begeistert hat, dass Edison sich nicht von seinen Ideen abbringen ließ, auch, wenn deren Verwirklichung noch so unmöglich erschien!! Und diese Haltung war für den kleinen Harry immer ein Vorbild!




 


 Und nun haben wir auf unserem Weg Richtung Süden  die Gelegenheit, in Fort Myers das Winterhome und ein Labor von Thomas Alva Edison zu besichtigen.





Denn - auch große Erfinder mögen die Wärme und das milde Klima von Florida.
Deshalb kaufte Edison im Jahre 1886 ein Grundstück in Fort Myers am Caloosahachee River, an der Mündung in den Golf von Mexiko und ließ für sich und seine Familie hier ein Haus bauen, um hier zu überwintern und in angenehmer Atmosphäre arbeiten  zu können!

Edison war bei den Bürgern sehr beliebt und nach seinem Tode schenkte seine Frau den gesamten Besitz der Stadt.
Dieses Haus, sein gesamtes Anwesen, das Labor  und auch das Nachbarhaus seines Freundes Henry Ford sind wunderbar erhalten, gepflegt und heute für die Öffentlichkeit zugänglich.


 Gleich am Eingang empfängt uns dieser riesige Banyan Baum!  Edison hat ihn vor 76 Jahren von Henry Ford geschenkt bekommen und dort gepflanzt!

Der Baum war damals 1,20 m groß und soll heute der zweitgrößte der Welt sein!



Er bildet immer neue Luftwurzeln, gehört zu den Gummibäumen und  wenn man ihn anritzt, fließt eine weiße, latexhaltige Flüssigkeit heraus.

Thomas Edison,Henry Ford und Harvey Firestone arbeiteten 1927 zusammen daran, die Edison Botanic Research Corporation zu bilden. Das Labor wurde im 1928 fertig und diente ihrem Vorhaben, eine schnellwachsende, inländische Quelle für Gummi zu finden.
 
Dafür experimentierte Edison in seinen Laboren mit hunderten verschiedenen, exotischen  Pflanzen, für die er extra einen botanischen Garten anlegen ließ!










 Das ist doch ein nettes Haus zum überwintern, oder?

Henry Ford  kaufte das Grundstück gleich nebenan und ließ sich ein ähnlich schönes Haus bauen. 
Die beiden Familien waren eng befreundet.



 

 Thomas Alva Edison mit Henry Ford und Harvey Firestone






Edison arbeitete eng mit anderen Wissenschaftlern zusammen.
Seine Angestellten bekamen zwar ein geringes Gehalt, waren aber prozentual an der Vermarktung der Erfindungen beteiligt! Dadurch wurden einige von ihnen schnell sehr wohlhabend.


Was Thomas A. Edison so erfolgreich machte, war nicht nur seine Fähigkeit, neue Geräte im Labor zu perfektionieren, sondern auch seine Entschlossenheit, Investoren und die Öffentlichkeit von neuen Erfindungen wie Phonograph, Glühlampe und Filmen zu überzeugen.“
– W. Bernard Carlson, Professor für Technologie an der University of Virginia,


Seinen Schwerpunkt hatte Edison allerdings auf dem Gebiet der Elektrizität und der Elektrotechnik. (Stromerzeugung, Stromverteilung)
Er erreichte z. B., dass die Straßenbeleuchtung New Yorks von Gaslaternen auf Glühlampen umgestellt wurde.

 
 
Lampenformen, mit denen experimentiert wurde
Immer wieder verglühten die Leuchtfäden zu schnell, bis Edison auf die Idee kam, in den Glühbirnen ein Vakuum zu schaffen.


 Eine kleine Auswahl aus seinen Erfindungen:

 Elektrischer Stimmenzähler für Versammlungen 1868
Börsenticker, Schreibmaschine 1868
Elektroschreibstift, Paraffinpapier
Schreibmaschine (wesentlich verbessert) 1871 Kohlekörnermikrofon (für Telefon)
Phonograph 1877
Verbesserung und Vermarktung der Kohlefaden-Glühlampe 1879
Dampfmaschinendynamo 1881
35-mm-Film (Kleinbildfilm) 1889
Eisennickelbatterie 1904
Betongießverfahren 1910
Tonfilmapparatur (Kinetofon) 1912
U-Boot-Abwehrgeräte 1917 – 1918


 Wir laufen lange durch die Ausstellungsräume, betrachten die alten Bilder und die damals entwickelten Maschinen und die alte Tin Lizzy, Fords erstes Auto, das total am Fließband produziert wurde!
 Auf mehreren Bildschirmen laufen Informationsfilme, in denen Edison auch selbst zu Wort kommt!

Wir können gar nicht genug bewundern und bestaunen, was dieser Mensch (mit seinen Mitarbeitern!) alles geschaffen hat!



Und Harry hat sich fest vorgenommen, das Buch von dem Jungen und seinen tausend Ideen vom Boden zu holen und nach so vielen Jahren noch einmal zu lesen.                                                           


 An der elektrischen Weihnachtsbeleuchtung hätten Edison und seine Familie bestimmt ihre Freude gehabt!!

 

 

Freitag, 6. Dezember 2013

Darf es noch ein bisschen amerikanische Geschichte sein?





Darf es noch ein bisschen amerikanische Geschichte sein?


An der Straße nach Bradenton-Beach fällt  uns immer wieder ein Schild auf, das auf ein Denkmal  hinweist!           
   Visit the De Soto – Memorial!!!
Aber – wer oder was ist De Soto? 

Wir gucken uns an, zucken mit den Schultern und haben keine Ahnung! Aber als gute Touristen müssen wir natürlich auch das heraus finden!!

 Am Ende der Straße erwartet uns ein kleines Museum. Wieder sind wir erstaunt, dass wir  keinen Eintritt bezahlen müssen! Wie alle anderen kleinen Museen, die wir gesehen haben, wird auch dieses  von ehrenamtlich tätigen Senioren liebevoll geführt.

Oft bekommen wir eine  Einweisung, Hinweise darauf, was ganz besonders wichtig ist, was wir nicht übersehen sollten und außerdem viele gute Wünsche für unseren Aufenthalt in den USA und die Weiterreise! Wir werden natürlich immer wieder gefragt, woher wir kommen!
Auf unsere Antwort ´Aus Deutschland` hin, wird uns oft von Vorfahren aus Deutschland erzählt. Fast jeder hier hat eine Beziehung zu Old Germany.








             Das De Soto – Denkmal
Hernando de Soto war ein spanischer Eroberer, der schon an den Eroberungszügen durch Mexiko und Peru beteiligt war.
Er hatte  in Peru die sagenhaften Reichtümer gesehen, und er hoffte und vermutete, dass auch in  Florida Goldschätze zu finden wären. 
Er holte sich von Karl V. den Auftrag  für eine Expedition und wollte mit ebensolchen Schätzen wie  Pizarro oder Cortez nach Spanien zurückkehren.

De Soto war durch die Expeditionen nach Mexiko und Peru reich geworden, verkaufte nun sein gesamtes Eigentum und stattete mit dem Erlös die Expedition in das noch unerforschte Land aus. Sein Auftrag lautete, die noch unbekannte Region innerhalb von vier Jahren „zu erobern, zu bevölkern und zu befrieden.“

Dieses kleine Museum erinnert also an  diese Expedition und liegt direkt an dem Strandabschnitt, an dem De Soto vor knapp 500 Jahren mit seinen 9 Schiffen aufkreuzte.





 Wir stehen an eben dieser Stelle und versuchen uns vorzustellen, wie das damals so abgelaufen sein könnte,
Er brachte  600 Männer, 250 Pferde, eine ganze Rotte irische Bluthunde, Waffen und Pulver, eine ganze Schweineherde und  Lebensmittelvorräte mit. Nach Wochen der Vorbereitung startete der Expeditionstreck!
                                                           Expedition nach Florida 1538–1542


 Dabei konnten keine  Straßen oder Wege benutzt werden. Die Männer und Tiere stapften durch Mangrovenwälder, überquerten die Appalachen, wateten  durch Sümpfe und überquerten die Flüsse. 
 

Ganz schrecklich war das Schicksal der gefangenen Indianer! Sie mussten barfuß und durch  Fußketten an der Flucht gehindert einen großen Teil der Lasten schleppen!
Diese spanischen Eroberer zeichneten sich durch ganz besondere Brutalität aus! Entlang ihrer Route wurden alle betrogen, es wurde geraubt, gemordet.

 Die Expedition scheiterte nach 4 Jahren! Die Karte oben zeigt, wie De Soto und seine Männer umherirrten! Gold haben sie nicht gefunden, aber Verwüstung und Tod hinterlassen!

De Soto starb an Malaria, von seinen Männern  und den Sklaven überlebten nur wenige! Sie bauten sich Boote, fuhren den Mississippi hinunter und erreichten die rettende Küste!

Die überlebenden Pferde verwilderten und sind die Vorfahren der zum Teil noch heute wild lebenden Mustang – Herden!

Wir können auf einem Pfad und über kleine Brücken durch die Mangroven ein Stückchen des Weges gehen, der damals zurück gelegt wurde!
Geschickt hat man hier Figuren in das  Dickicht gestellt, und wir erschrecken so manches Mal, wenn wir plötzlich einen Reiter entdecken oder auch einen Indianer, der versucht, vor uns zu fliehen.








 So, nun wissen wir auch, was es mit diesem De Soto auf sich hat!






Aber Harry war sich die ganze Zeit sicher, diesen Namen doch schon mal gehört zu haben!!!

Was war das noch, was war das noch?




Und siehe da, ein Blick in Wikipedia bringt die Lösung:


 DeSoto war eine Automarke aus den  USA, die von der Chrysler Corporation zwischen 1928 und 1961 vermarktet wurde.
Das Logo der Marke führte ein stilisiertes Bild des spanischen Konquistadors Hernando de Soto!


 Aha!  Nun ist also auch das geklärt!  Harry ist zufrieden und betrachtet mit glänzenden Augen dieses tolle Auto!!